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Auf geht-s-der Reha-Podcast! Auf geht-s-der Reha-Podcast!

Der "Auf geht's - der Reha-Podcast" richtet sich an (Verkehrs-)Unfallopfer und deren Angehörige, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Versicherungen die sich mit Personenschadenmanagement beschäftigen sowie an alle an sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation Interessierten. Ohne Fachsprache unterstützt der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige bei Ihrer Veränderung.


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Heute geht es um die Pflege nach einem Unfall. Unter diesem breiten Begriff werden verschieden Themen von Jasmin Kunstreich aufgegriffen und detailliert erläutert. „Es ist eine Problematik, weil die Krankenhäuser eine Akut-Versorgung abgeschlossen haben.“, sagt Jasmin Kunstreich über die Zwischenstufe zwischen Krankenhausunterbringung und vollständiger Rehabilitation. Es ein breites Thema, dass viele Fragen aufwirft wie „Wie geht es eigentlich weiter, wenn ich aus dem Krankenhaus entlassen werde und alleinstehend bin?“, „Wer übernimmt die Kosten bei gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen?“ und „Was muss man tun? Oder kann ich Hilfe bekommen?“. Antworten auf diese und andere Fragen werden Sie in dem informativen Podcast mit Jasmin Kunstreich finden. Zudem finden Sie eine hilfreiche Unterstützung zur Antragsstellung.

Nach einem schweren Unfall benötigen viele Menschen vorübergehend eine sogenannte Kurzzeitpflege im Rahmen des Entlassmanagements, ohne dass sie grundsätzlich über eine Pflegebedürftigkeit in Bezug auf die Pflegeversicherung verfügen. Seit dem 01. Oktober 2017 sind Krankenhäuser gesetzlich zur Organisation eines Entlassungsmanagements verpflichtet. Dabei haben Patienten die Möglichkeit für bis zu vier Wochen ambulante Pflege und häusliche Versorgung durch eine Krankenpflege zu beantragen. Die Krankenkassen übernehmen in erster Linie die Kosten für die ambulante Pflege der betroffenen Person. Ebenfalls enthalten in den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse sind die Kosten für die Pflege für die Behandlung sowie eine häusliche Unterstützung.

Je nach Fall, muss ein Antrag auf eine Pflegegrad eingereicht werden. Dies gilt in der Regel, wenn die Person vor dem Unfall bereits pflegebedürftig geworden ist. Bei Jasmin Kunstreich können Sie sich jederzeit über die Pflege nach einem Unfall informieren.

Die relativ neue Gesetzesreglung für die Kostenübernahme von einer gesetzlichen Pflege ist in erster Linie zur Sicherheit für die betroffene Person als auch dessen Familie bzw. Angehörige eingeführt worden. In erster Linie geht es um die Sicherheit des Patienten. Durch eine ärztliche Verordnung wird die Dauer der ambulanten Pflege nach einem Unfall festgelegt. Auf diese Weise wird den Betroffenen die Organisation für den Übergang vom Krankhausaufenthalt zur Pflege nach dem Unfall vereinfacht.

In der Regel und je nach Verfügbarkeit wird die zuständige Pflege innerhalb von drei Tagen bereit gestellt. Falls der oder die Patientin Kinder unter 12 Jahren hat, kann die Pflegezeit auf 26 Wochen ausgeweitet werden. Im Falle, dass die Leistungen für Pflege nach einem Unfall nicht erreichen, kann der Aufenthalt in eine Pflegeeinrichtung für eins bis zwei Monate bzw. maximal 8 Wochen beantragt werden. Ausgiebige Erläuterungen zum dem Thema Entlassmanagement finden Sie bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit oder unter Semed Sicherheit & Lebensqualität.

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Schon in der Vergangenheit ist der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" auf die Möglichkeiten einer beruflichen Neuorientierung eingegangen. Damals ging es um die Angebote der Firma Malt|Harms aus Bremen (jetzt die Sendung als Link hinterlegen).

Aber es geht auch anders. Jörg Dommershausen begleitet ein Unfallopfer, dass nach seinem Unfall als selbstständiger Maurer nicht mehr arbeiten kann.

Die Sozialversicherungsträger konnten keine Leistungen gewähren. Hier springt die gegnerische Haftpflichtversicherung dem Unfallopfer zur Seite.

Rehamanagement-Oldenburg wurde hinzugezogen, um die Möglichkeiten der Teilhabe am Arbeitsleben auszuloten.

Aufgrund der Berufsbiografie des Klienten von rehamanagement-Oldenburg konnte rasch gemeinsam geplant werden, das Interesse am Beruf der Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung (FAB) besteht.

Im Rahmen einer Assessmentmaßnahme gemeinsam mit dem Berufsförderungswerk Sachsen-Anhalt konnte geklärt werden, dass gute Chancen für den Betroffenen bestehen nach einer beruflichen Qualifizierung im Arbeitsleben wieder Fuß zu fassen.

Wenn man allerdings aufgrund des Berufslebens lange nicht mehr Theorie gelernt hat, dürfen die Stärken in diesem Bereich wieder aktiviert werden.

Der Klient von Jörg Dommershausen konnte im Rahmen eines Rehabilitationsvorbereitungslehrgangs (RVL) seine Stärken beim Lernen wiederentdecken. Altes Wissen wurde mithilfe des Berufsförderungswerk Sachsen-Anhalt wiederentdeckt und aufgefrischt. Dies hat dem Betroffenen auch eine Stärkung des Selbstwertgefühls gebracht.

Mit neuen Erfahrungen und neuem Schwung wird jetzt die berufliche Zukunft in einer zweijährigen Qualifikation zur Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung im Berufsförderungswerk Sachsen-Anhalt gemeinsam gestaltet.

Durch Praktika wird gewährleistet, dass eine Bindung an den ersten Arbeitsmarkt und der Chance einer Arbeitsaufnahme nach der Maßnahme erfolgt.

Die gegnerische Haftpflichtversicherung trägt die Kosten der beruflichen Neuorientierung und der Qualifizierungsmaßnahme. Dies war nur möglich, weil Unfallopfer, begleitender Rechtsanwalt und gegnerische Haftpflichtversicherung gemeinsam Lösungen konstruktiv gefunden haben.

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Heute geht es um Daniel, einen Menschen, der selbst von einem Schädelhirntrauma betroffen ist. Sein Unfall im Jahr 2015 bedeute für ihn erst einmal das Ende seines bisherigen Alltags. Richtig bewusst wurde ihm das am Schluss seiner Reha. So merkte er bald, dass er persönlich mehr Zeit für viele Dinge brauchte, als ihm die Welt außerhalb der Klinik zugestand. „Ich brauche für viele Sachen einfach viel, viel mehr Zeit, die mir in der Reha auch gegeben wird.“ Als er die Klinik öfter verlassen durfte, stellte er fest, dass er sich in seinen neuen Alltag erst hineinfinden muss. Seine anterograde Amnesie (Gedächtnisverlust) erschwerte ihm die Situation zusätzlich. „Ich kann mir seit dem Unfall einfach nichts mehr Neues abspeichern.“ Mit der Zeit hat er gelernt, mit seinen Einschränkungen umzugehen. Um auch anderen zu helfen, gründete Daniel 2016 seine erste Selbsthilfegruppe, aus der heute sein Verein entstanden ist.

Durch seine eigenen Erfahrungen als Betroffenen eines Schädelhirntraumas hat Daniel festgestellt, wie wichtig Unterstützung für Erkrankte und deren Angehörige sein kann. Er selbst musste seinen Weg am Ende der Reha erst finden. Denn die Welt um ihn herum schien für ihn nicht mehr so aufgebaut zu sein, als dass er sich darin hätte gut zurechtfinden können. „Dieser strukturelle Ablauf, der ist für mich draußen gar nicht mehr gegeben.“ So fand er unter anderem geeignete Hilfsmittel im Umgang mit seiner anterograden Amnesie. Während er zuerst noch alle neuen Informationen in ein Tagebuch aus Papier schrieb, ist er inzwischen zu einer digitalen Version übergegangen, welche er immer bei sich tragen kann. Um den Austausch unter Betroffenen zu fördern, gründete er 2016 gemeinsam mit einer andren Betroffenen die erste Selbsthilfegruppe.

Inzwischen gibt es mehrere davon, welche in seinem Verein zusammengeschlossen sind. Hier finden betroffene Menschen Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Reha- oder Behandlungsmöglichkeiten. Auch für Angehörige gibt es solche Gruppen. Schließlich sind sie oft diejenigen, die sich nach einem Unfall um die Versorgung und geeignete Therapien für den betroffenen Menschen kümmern müssen. Daniel selbst ist heute für die Leitung und Organisation der Selbsthilfegruppen innerhalb des Vereins zuständig. Die Gruppen gibt es inzwischen an verschiedenen Standorten, unter anderem auch in Bremen-Nord und Köln. Der Kontakt dorthin kam über Daniels Engagement in den sozialen Netzwerken zum Thema Schädelhirntrauma zustande. Denn viele Menschen haben anfangs ein Problem, persönlich mit anderen über ihre Erkrankung zu sprechen. „Übers Internet, wo man anonym ist, ist es gerade zu Anfang leichter, sich auszutauschen.“ Im Internet lernte Daniel so eine Person kennen, die daran interessiert war, ein Selbsthilfeangebot für Menschen mit Schädelhirntrauma in Köln aufzubauen. Auch diese Gruppe ist heute Teil des Vereins. Allgemein ist es Daniel wichtig, mit dem Verein Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Denn oft wird ein Schädelhirntrauma erst spät oder gar nicht diagnostiziert, die Probleme der Betroffenen werden nicht anerkannt oder relativiert. Durch die Sensibilisierung der Gesellschaft soll sich das ändern. Obwohl sich Daniels Leben durch seinen Unfall sehr stark verändert hat, kann er auch viel Positives darüber sagen. Seine Geschichte brachte ihm viele neue Erfahrungen und Kontakte. Betroffenen und Angehörigen rät er niemals aufzugeben und in Kontakt mit anderen zu treten.

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Ein Wort und doch fällt es dem einen oder anderen immer wieder schwer es auszusprechen.

Warum ist das nur so? Wie oft quälen wir uns mit Dingen, die wir nicht wünschen? So ist es Jörg bei der Begleitung eines Klienten gegangen.

Was war passiert? Der Klient hatte vor Jahren seinen Führerschein verloren. Nach dem Unfall fiel dann die letzte Mobilität weg. Das Ergebnis war Abhängigkeit beim Einkaufen, bei Arztbesuchen und und und. Und dann lebt der Betroffene »landschaftlich schön«. Ein Bus fährt einmal in der Stunde und ist für den Klienten nicht erreichbar.

Im Reha-Coaching wurde das Thema angesprochen. Rasch stellt sich heraus, dass Jörgs Klient Angst vor Entscheidungen hat. Dann ist da noch die Furcht vorm Scheitern. Schnell ist klar, dass es ohne Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) nicht geht. Das bedeutet Lernen, Zeit investieren und Engagement für das Ziel Rückkehr in einen Beruf.

Und es gibt noch eine Herausforderung. Der Klient sucht immer einen einfachen Weg. Er vermeidet Auseinandersetzungen und wird somit von Dritten fremdbestimmt. Lieber ja sagen, als klar zu sagen was er will, führt kurzfristig zu Ruhe. Und mittelfristig zu Lebensbaustellen.

Mit Hilfe des Reha-Coaching wurden die einzelnen Problembestandteile aufgelöst. Welche Konsequenzen hat es klar ein Nein zu formulieren? Was folgt daraus? Welche Chancen ergeben sich?

Schnell wird klar, dass ein Wohnortwechsel ansteht. Eine Betreuung für einzelne Lebensbereiche wird beantragt. Dies schafft Entlastung und Unabhängigkeit im privaten Umfeld.

Nein sagen heißt für Jörgs Klienten Verzicht auf Mobilität. Es bedeutet allerdings auch, nicht für die Ewigkeit diese Entscheidung zu tragen. Sichtweisen und Einstellungen dürfen verändert werden. So entsteht für den Betroffenen eine neu empfundene Freiheit.

Die Entscheidung zum Nein für die Fahrerlaubnis schafft Klarheit. Und zwar für den Kostenträger, der Einschätzungen vornehmen kann. Die begleitende Rechtsanwältin darf neue Anträge stellen. Für die Reha-Netzwerkpartner, wird die Hilfsmittelversorgung einfacher. Therapieziele können anders definiert werden. Die medizinische ambulante Rehabilitation kann verkürzt werden. Auch die berufliche Zukunft stellt sich neu dar.

Nein sagen kann auch noch andere Auswirkungen mit sich bringen. Da kommt der eine oder andere Sozialversicherungsträger daher und weist ohne Not auf Mitwirkungspflichten hin. Nachgefragt wie es zur persönlichen Entscheidung gekommen ist, wird in der Regel nicht. Dies schafft bei dem einen oder anderen Klienten Ängste. Dies setzen Sozialversicherungsträger immer öfter bewusst ein. Das es auch Grenzen der Mitwirkung gibt, wird schnell vergessen.

Lassen Sie sich nicht wegen ihres Nein nicht ins berühmte Bockshorn jagen. Ganz aktuell hat ein Sozialamt aus Ostfriesland bei einer Klientin von rehamanagement-Oldenburg die Mitwirkung angemahnt, sie möge doch ..... . Wenn Sie nicht..... dann...., so steht es in dem Schreiben. Sie dürfen gerne an dieser Stelle prüfen, ob die Daten benötigt werden. Und im angesprochenen Fall wurden die Angaben längst und umfangreich gemacht.

Das Wort »Nein« kann also auch bedeuten, dass ein Pseudodruck von außen aufgebaut wird. Hier dürfen Sie sich gerne bei Ihrem Anwalt Rat holen oder nachfragen.

Meine Erfahrung ist übrigens, dass man Fragen nach Sinn und Inhalt von Schreiben der Sozialversicherungsträgern dort oft nicht mag. Wenn Sie dann auch noch vorgesetzte Stellen einbinden, wird die Sache richtig spannend.

Sie machen möglicherweise die Erfahrung in ein Wespennest gestochen zu haben, mit dem positiven Effekt, dass sich die Entscheidung zu Ihrem Antrag verändert. Hier gilt: Bleiben sie dran und setzen sie mit einer professionellen Beratung nach. Diese finden Sie zum Beispiel bei Anwältinn*en oder dem Sozialverband www.sovd.de.

Haben sie Mut und sagen Sie Nein! Nicht des Nein wegen, sondern um Ihre Rechte zu erkämpfen, wenn diese zurecht bestehen sollten.

Lassen Sie Bescheide überprüfen. Sie können nur gewinnen.

Kommen wir zurück zum Fall von Jörg Dommershausen. Klar zu sagen wo es hingeht, hilft. Zunächst einmal Ihnen selbst. Also nur Mut! Machen Sie zum Beispiel eine Inventur, was zu klären ist. Mehr finden Sie in »Auf geht’s – hab Mut!«.

Wenn Sie Fragen zum Thema haben schreiben Sie uns eine E-Mail über unser Kontaktformular oder als Frage in den Sozialen Medien.

Buchtipp: NEIN, was vier mutige Buchstaben im Leben bewirken können von Anja Förster und Peter Kreuz

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In der heutigen Sendung geht es um Dysphagie. Im Volksmund wird diese meist nur Schluckstörung genannt. Eine Dysphagie ist dabei keine Krankheit für sich, sondern ein Symptom, welches nach einem Schädelhirntrauma oder Schlaganfall oder durch neurologische Krankheiten auftreten kann. Zu diesen Krankheiten gehören u.a. Parkinson, multiple Sklerose oder Krankheiten, welche eine Muskeldegeneration hervorrufen. Betroffene haben oftmals Probleme damit Essen oder Flüssigkeiten zu schlucken und somit sich ordentlich zu ernähren. Das liegt daran, dass die Zunge, der Kiefer, die Lippen und teilweise auch der Verschluss der Atemwege nicht mehr richtig funktionieren.

Dabei ist eine Dysphagie relativ leicht zu erkennen. Betroffene ändern schlagartig ihre Essgewohnheiten, weil diese bestimmten Gerichte nicht mehr richtig kauen und schlucken können. Lieblingsgerichte werden plötzlich verschmäht oder nur noch halb zu Ende gegessen. Oftmals schämen sich die Betroffenen auch und vermeiden jegliche Besuche in Restaurants und Bars oder spucken häufig Essensreste in die Serviette. „Die Lust aufs Essen geht weg“, bemerkt auch Stephan Runge, Geschäftsführer des Aphasie-Zentrum Vechta. Stephan Runge ist auch gleichzeitig Schlucktherapeut. Die Stimme der Betroffenen kann sich nach dem Essen verändern, da Nahrungsreste auf ihren Stimmbändern liegen und die Person diese Reste nicht bemerkt oder nicht aushusten kann. Dies kann dann zu Entzündungen im Hals und im Rachenraum führen, zu Fieber und im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung.

Untersucht wird eine Dysphagie meistens mithilfe eines Endoskops (meistens eine Kamera in Form eines langen und dünnen Schlauches) und dieses wird durch die Nase in den Körper eingeführt. Würde der Therapeut das Endoskop durch den Mund einführen, so könnte dies beim Patienten einen unangenehmen Würgereiz erzeugen. „Er würde mir die Kamera zerbeißen“, sagt Stephan Runge. Ebenfalls ist es wichtig, dass der Therapeut auf die Stimmbänder und die Nasenhöhle schauen kann. Denn bei einigen Patienten kommt das Essen auch durch die Nase. So eine Endoskopie dauert in der Regel 20 Minuten und wird von zwei Therapeuten durchgeführt. Während der Endoskopie bekommt der Patient verschiedene Proben mit unterschiedlicher Konsistenz (verschiedene Härtegrade und Flüssigkeitsgrade) zu essen, um zu sehen mit welchen Nahrungsmitteln er genau Probleme hat.

Aber was kann bei einer Schluckstörung konkret gemacht werden? „Die einfachste Lösung ist es andere Kost zu sich zu nehmen, also anderes Essen zu machen“, sagt Stephan Runge. Wichtig ist es hierbei die Schluckmuskulatur wieder zu stärken oder die Sensibilität zu korrigieren und dies geht nur mit regelmäßigen Übungen. Bis zu 80 Übungen am Tag müssen die Patienten am Tag absolvieren. „Schlucken kann man nur durch wiederholtes Schlucken lernen“, sagt auch Stephan Runge. Dabei liegt die Verantwortung fast vollständig beim Patienten selbst. Die Therapeuten leisten neben der Therapie Hilfe und geben Anleitung.

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