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Auf geht-s-der Reha-Podcast! Neue Wege schaffen für Unfallopfer, Rechtsanwälte und Versicherungen im Personenschadenmanagement

Der "Auf geht's - der Reha-Podcast" richtet sich an (Verkehrs-)Unfallopfer und deren Angehörige, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Versicherungen die sich mit Personenschadenmanagement beschäftigen sowie an alle an sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation Interessierten. Ohne Fachsprache unterstützt der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige bei Ihrer Veränderung.


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Heute geht es um das Thema neuropsychologische Erkrankungen. „Je nachdem wo die Hirnschädigung ist, merken die Patienten was sie gut können und was sie vielleicht auch nicht gut können“, erklärt die klinische Neuropsychologin Frau Armgardt. Dementsprechend muss in einer neuropsychologischen Diagnostik erkannt werden, welche Mangel der Patient aufweist um dadurch eine passende Therapieform zu finden, die dem Patienten hilft, verlorengegangene Fähigkeiten wieder zu erwerben. Dabei steht vor allem der Patient im Mittelpunkt und so wird auch manchmal zu unkonventionellen Therapiemethoden gegriffen wie Frau Armgardt an einem Beispiel illustriert: „Ich hatte einen Patienten, der hat gesagt, er kann sich schlecht konzentrieren wenn er im Restaurant ist, keinen Gesprächen folgen, mit dem bin ich dann Mittags eine Pizza essen gegangen.“

Am Anfang einer neuropsychologischen Therapie steht die neuropsychologische Diagnostik. Dabei werden 3-4 Stunden andauernde neuropsychologische Testverfahren angewandt, bei denen man die unterschiedlichen neurologischen Funktionen analysiert und mit einer Normgruppe vergleicht. So werden gegebene Abweichungen erkannt und es können passende Behandlungsmethoden gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet werden. Grundsätzlich unterscheidet man in Funktionstherapie und Kompensationstherapie. Bei ersterer trainiert man eine bestimmte Funktion, die beeinträchtigt ist. Wie der Name bereits erahnen lässt, werden bei der Kompensationstherapie Wege gesucht, Funktionen die beeinträchtigt sind, durch andere Funktionen zu ersetzen. Bei Gedächtnisproblemen könnte zum Beispiel eine to-do Liste helfen, wichtige Dinge nicht zu vergessen.

Üblicherweise finden Therapiestunden 1-2 Mal pro Woche statt. Zusätzlich trainieren viele Patienten noch zu Hause am Computer und besprechen die Ergebnisse dann später mit den Therapeuten. Bei der Altersgruppe gibt es keine Einschränkungen. Frau Irmgardt und Herr Heindorf betreuen von Kindern zu jungen Erwachsenen bis in das hohe Rentenalter jeden. Grundsätzlich behandeln die klinischen Neuropsychologen jegliche Art von Hirnschädigungen, jedoch betont Herr Heindorf: „ist es besonders dringlich unsere Behandlung bei frisch erworbenen Erkrankungen oder bei Störungsbildern, die die Reintegration im Beruf und Alltag in irgendeiner Form beeinträchtigen anzuwenden“. Sprich meist dann, wenn ein hoher Leidensdruck herrscht. Wenn gewünscht ist es oft auch sehr sinnvoll, Angehörige mit in die Therapie einzubeziehen. Dazu gehört eine Aufklärung und Beratung, damit sie besser mit der gegebenen Situation umgehen können. Denn oft verstehen Angehörige nicht, warum sich ihr Partner oder Familienangehöriger so verhält. Hinzu kommt noch, dass Angehörige oft eher erkennen, dass eine Einschränkung auf Seiten des Patienten besteht.

„Wie das Gehirn heilt“, ein Buch von Norman Doidges beschreibt verschiedene Arten der Hirnschädigung und erklärt wie man damit umgehen kann. Herr Heindorf empfiehlt das Buch, das, wie er sagt, „viel Hoffnung“ gibt.

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Herr Dr. Heise ist nicht nur Fachanwalt für Verkehrsrecht, sondern auch Experte im Arzthaftungsrecht. „Diese Spezialisierung ist aus dem Interesse heraus geboren, aber ich merke auch, dass dieses Gebiet immer mehr Nachfrage erlangt“, erklärt Dr. Heise.

Herr Dr. Heise berichtet über Fälle aus seiner Praxis, die er erfolgreich vertreten konnte. „Am Anfang des Mandates ist die so genannte Informationssammlung wichtig“, erklärt Herr Dr. Heise. Dies beinhaltet z.B. den Überblick über alle Patientenunterlagen von behandelnden Ärzten, Krankenhäuser usw.

Wichtig sind detaillierte Aufzeichnungen der Mandanten über die einzelnen Abläufe bei der Behandlung. „Was auch der Patient selber meint was schief gelaufen ist“, erklärt Herr Dr. Heise, ist für seine Arbeit sehr wichtig.

„Woraus dürfen unsere Zuhörer/-innen achten, wenn es um dieses Thema geht? Was sind Marker, wo Patienten einfach einmal mit einem Anwalt sprechen sollten?“ ist eine Frage von Jörg.

„Im Prinzip sollten die Patienten sich selbst einmal vor Augen halten, wie war das eigentlich? Was wurde mir vorher gesagt, wie ist der übliche Verlauf und wo sind die Risiken“: sagt Herr Dr. Heise. „Sie sollten abgrenzen, ist der Verlauf wie geschildert, oder ist etwas anders?“, so Herr Dr. Heise. Auch bei weiteren Operationen sollten die Patienten aufmerksam werden.

„Es muss nicht immer gleich der Anwalt sein. Man kann auch den medizinischen Dienst der Krankenkasse oft zu Rate ziehen. Die Krankenkassen haben ein großes Interesse daran zu helfen, denn wenn eine fehlerhafte Operation vorliegt, bekommt die Krankenkasse die gezahlten Gelder wieder zurück“, erklärt Herr Dr. Heise.

Wichtig im Prozess sind für Herrn Dr. Heise auch die Aufklärungsgespräche vor der Operation. Einen Zeugen bei einem solchen Gespräch dabei zu haben, ist nach Auffassung von Herrn Dr. Heise kein Zeichen von Misstrauen. Vielmehr wird für den Patienten Sicherheit geschaffen und es wird über die juristische Beweisnot hinweggeholfen.

„Geht es gleich immer vor Gericht oder gibt es auch Schichtungsstellen?“, ist eine wichtige Frage. „Es gibt auch Schlichtungsstellen, welche von den Ärztekammern eines Bundeslandes angeboten werden. Diese vertreten den Patienten kostenfrei“: berichtet Dr. Heise.

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Wir Menschen werden immer älter und mit dieser Veränderung in der Demographie sind auch neue Herausforderungen verbunden. Dr. Gerd Werner, Chefarzt der Reha-Klinik für geriatrische Rehabilitation des St. Elisabeth Hospital in Mettingen, Internist, Psychotherapeut, Suchtmediziner aber wie er selbst sagt vor allem Geriater widmet seine Zeit der Arbeit mit alten Menschen. Geriatrie bedeutet Patienten im Alter von 40 bis 110, wobei der Anteil an 40- bis 60-Jährigen stetig ansteigt. Außerdem werden ein Drittel aller Frauen und 16 Prozent aller Männer über 85, was wiederum eine zunehmende Pflegebedürftigkeit mit sich bringt. „Alte Menschen sind anders krank als jüngere Menschen, ähnlich der Pediatrie, also der Kinderheilkunde, wo man auch ein Spezialwissen braucht um diesem Klientel gerecht zu werden, brauchen die alten Menschen ein spezielles Fachwissen, um deren Bedürfnisse zu verstehen und auch heilen zu können“, erklärt Dr. Werner.

Wichtig ist hierbei die Arbeit im Team sowie eine Pflege auf allen Ebenen. Es gibt die Möglichkeit zur Physio-, Ergo- und Logopädie, Sozialdienst, aber auch die Seelsorge. Denn oft ziehen Krankheiten und Verletzungen nach Unfällen auch seelische Spuren nach sich.

Ein wichtiger Teil der Behandlung ist vor allem auch die Einbindung von Angehörigen. Die Präsenz von Vertrauten ist für die Patienten enorm wichtig und stellt einen entscheidenden Erfolgsfaktor da. Manchmal sind runde Tische notwendig um gemeinsam mit den Angehörigen und Kindern Erfordernisse und Probleme zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Vor allem, wenn der Patient selbst nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zu äußern, ist es umso wichtiger, diesen zu ergründen und Entscheidungen in seinem Interesse zu treffen. Wichtig ist hierbei: „Man kann dem älteren Menschen nicht gerecht werden ohne auch sein soziales Umfeld mit zu berücksichtigen und es ganz intensiv in den therapeutischen Prozess miteinzubeziehen.“ Es ist notwendig, dass Angehörige die Patienten ermutigen und gemeinsam mit dem Pflegepersonal deren Defizite aufzeigen und unterstützen.

Oft haben Vertraute auch einen Einfluss auf die realistische Lage des älteren Menschen. Hier kommt es aber auch oft zu Streitigkeiten, weil Patienten das Gefühl haben, dass Entscheidungen über ihren Kopf getroffen werden. Vielleicht auch noch von ihren Kindern, die sie zuvor selbst aufgezogen haben. „Wir erleben häufig, dass Konflikte die in den Familien immer offen oder latent vorhanden waren, hier in dieser Extremsituation offen ausbrechen“, schildert Dr. Werner seinen Berufsalltag. Dabei treten Ärzte wie er als Moderator auf um einen für alle Beteiligten passenden Weg zu finden. Es hilft meistens auch, wenn die Patienten dieselbe Botschaft von unterschiedlichen Menschen hören, damit sie ihre Lage und die Entscheidungen verstehen und einsehen.

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Menschen mit Handicap können, sofern es keine medizinischen Bedenken gibt, jederzeit eine Fahrerlaubnis erwerben. Dazu ist ein Fahrzeug mit entsprechenden technischen Hilfen erforderlich. Sind Sie hingegen im Besitz eines Führerscheins und es kommt aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit später zu Beeinträchtigungen, wird er Ihnen zwar nicht entzogen, Sie sollten jedoch Maßnahmen ergreifen, um nicht im Falle eines Unfalls mit unangenehmen Konsequenzen rechnen zu müssen.

Was ist ein Behindertenführerschein?

Ein Behindertenführerschein wird, wie die reguläre Fahrerlaubnis, durch Unterrichtsstunden und eine Prüfung erworben. Anschließend dürfen Sie ein der Art Ihrer Behinderung entsprechend ausgestattetes Fahrzeug führen. Zum Erwerb der Fahrerlaubnis können Sie eine spezielle Fahrschule für Behinderte aufsuchen, die über die technischen Voraussetzungen verfügt und für eine Handicapausbildung geschulte Fahrlehrer beschäftigt. Auskunft erhalten Sie vom Bundesverband der Fahrlehrerverbände.


Der Weg zum Führerschein bei einer Beeinträchtigung

Gleich, ob Sie eine neue Fahrerlaubnis erwerben oder aufgrund einer Beeinträchtigung eine Nachschulung absolvieren, sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Zunächst ist ein Facharzt mit verkehrsmedizinischer Qualifikation aufzusuchen, um grundsätzlich medizinische Bedenken gegen das Führen eines Fahrzeugs auszuschließen. Ein in der Verkehrsmedizin versierter Arzt stellt weiterhin Art und Grad der Beeinträchtigung hinsichtlich der Teilnahme im Straßenverkehr fest. Sie erhalten eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Fahrschule. Ein kompetenter Fahrlehrer wird zunächst ein Gespräch mit[nbsp]Ihnen führen und sich im Anschluss darum kümmern, dass für den Unterricht ein Fahrzeug mit technischen Hilfsmitteln zur Verfügung steht. Welche dies sind, muss von Fall zu Fall entschieden werden - ein Handbediengerät oder auch ein Multifunktionsgerät sind nur einige Beispiele, um trotz Handicap mobil zu bleiben

Nach Erwerb der Fahrerlaubnis

Mit Erwerb der Fahrerlaubnis wird bescheinigt, dass Sie ein Fahrzeug mit einer bestimmten Sonderausstattung führen dürfen und entsprechend geschult wurden. Ein Vermerk mit Auflagen oder Beschränkungen wird vom Straßenverkehrsamt vorgenommen. Nun müssen Sie Ihr Auto vorschriftsgemäß umbauen. Nach dem Einbau von technischen Hilfen wie einem Multifunktionsdrehknopf oder Ähnlichem ist der TÜV aufzusuchen, um das Fahrzeug nach Begutachtung durch einen Sachverständigen abnehmen zu lassen

Besteht auch nur der geringste Verdacht einer Beeinträchtigung, sollten Sie sich absichern und sich gegebenenfalls eigenständig um eine Fahrerlaubnisprüfung mit Handicap kümmern weiß Hermann Frisch, für den Behindertenführerschein ausgebildeter Fahrschulexperte aus Münster: "Grundsätzlich braucht niemand den Führerschein abgeben. Der Führerschein wurde ordnungsgemäß erworben und er soll auch bis zum Lebensende beim Klienten verbleiben. Die Frage ist, ob er von seinem Führerschein noch Gebrauch machen darf. (...) So lange nichts passiert, ist alles im grünen Bereich. Aber wenn es zu einem Unfall kommt, dann haben wir §315 c StGB, der besagt, dass wenn jemand trotz eines körperlichen oder geistigen Mangels ein Fahrzeug führt und dabei Leib oder Leben eines anderen oder Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, dass dieser mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft wird. Das ist etwas, das muss ich wirklich sagen, das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen." so Herrmann Frisch Die Kosten für den Behindertenführerschein werden möglicherweise von der Krankenkasse, der Berufsgenossenschaft, der Agentur für Arbeit oder einem anderen Träger übernommen.

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Bei seiner Arbeit im Ludmillenstift in Meppen trifft Jörg Dommershausen auf Rüdiger Althoff, einem Fachmann im Bereich der verzögerten Knochenbruchheilung. Er erklärt, was exogene Knochenbruchheilung ist und wie diese funktioniert.

Rüdiger Althoff greift bei seiner derzeitigen Arbeit auf eine langjährige Erfahrung im Bereich der Krankenpflege zurück. Dennoch kann auch er keine Erklärung dafür abgeben, warum Knochen manchmal nicht richtig wieder zusammenwachsen. Es gibt bekannte Faktoren, die das Zusammenwachsen beeinträchtigen können, wie Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck. Der entschiedenste Faktor jedoch, der sich die Heilung auswirkt, ist der Mensch selbst. Jeder Bruch ist wie jeder Patient ganz individuell und lässt sich nicht mit anderen gleichsetzen.

Auch wenn es für die Ursache von verzögerter Knochenbruchheilung keine eindeutige Erklärung gibt, so gibt es zumindest im Rahmen der Heilung verschiedene, erfolgreiche Behandlungen. Es gibt drei Möglichkeiten:

1. Eine Operation:
Die Körperstelle des Bruchs wird geöffnet und der Knochen wird stabilisiert.

2. Die Stoßwellentherapie:
Durch die Stoßwellen werden geringe Teile des Knochens zertrümmert, sodass die Selbstheilungskräfte des Körpers neu angeregt werden und der Knochen wieder mit dem Wachstum beginnt.

3. Die exogene Ultraschallbehandlung:
Dies ist der Fachbereich von Herrn Althoff. Durch die Ultraschallwellen werden die Knochenzellen zum Wachstum angeregt.

Der Vorteil der Ultraschallbehandlung liegt vor allem darin, dass diese täglich zuhause angewendet werden kann. Denn es handelt sich hierbei um eine Eigenbehandlung. Über Röntgenbilder ortet der Arzt die genaue Körperstelle ein, an der der Knochen angeregt werden muss. Diese Stelle wird markiert, sodass der Patient das handliche Ultraschallgerät einmal täglich selbst zielgenau anwenden kann. Die Behandlung ist dabei Schmerz- und Risikofrei. Ausnahmen stellen nur Tumorpatienten dar, die aufgrund der Wachstumsanregung das Ultraschallgerät nicht verwenden dürfen, da die Gefahr besteht, damit auch den Tumor anzuregen.

Die Dauer der Behandlung hängt vom Zustand der bisherigen Knochenheilung ab.
Bei frischen Brüchen reichen in er Regel 30 Tage aus, damit der Knochen gesund zusammenwächst. Bei einer verzögerten Knochenbruchheilung, bei der nach zwei bis drei Monaten noch kein zufriedenstellendes Ergebnis eingetreten ist, wird der Bruch 45-60 Tage mit dem Ultraschallgerät behandelt. Bei einer sogenannten „Pseudarthrose“ besteht der Bruch bereits seit sieben bis acht Monaten. Hier werden durchschnittlich 90 Tage Ultraschallbehandlung verordnet.

Über den Kontakt mit den Anbietern der Ultraschallgeräte erhält man Formulare, um die Kostenübernahem bei der Krankenkasse oder Unfallversicherung beantrage zu können.

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