Logo

Auf geht-s-der Reha-Podcast! Auf geht-s-der Reha-Podcast!

Der "Auf geht's - der Reha-Podcast" richtet sich an (Verkehrs-)Unfallopfer und deren Angehörige, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Versicherungen die sich mit Personenschadenmanagement beschäftigen sowie an alle an sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation Interessierten. Ohne Fachsprache unterstützt der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige bei Ihrer Veränderung.


Download (10,8 MB)

Logo

Vielleicht haben Sie das auch schon erlebt. Sie haben eine schwere Verletzung und werden aus dem Krankenhaus entlassen. Wie es weitergehen soll, wissen sie nicht. Das bestehende Entlassungsmanagement wird oder wurde nicht praktiziert. Verwiesen wird auf den Hausarzt. Dieser ist mit der Schwere der Unfallverletzungen überfordert. Verordnet vor Angst auf sein ärztliches Budget keine Maßnahmen oder nur wenige und überweist an den nächsten Facharzt. Dies ist meistens ein Orthopäde oder Unfallchirurg.

Auch hier erhalten Sie nur ein Mindestmaß an Therapien verordnet. Ergebnis ist, dass sie mit der Genesung nicht vorankommen. Und dann sind da noch Anrufe von der gesetzlichen Krankenkasse, die ständig nachfragt, wie sich der Genesungsverlauf darstellt. Wann meinen, sie wieder arbeiten zu können? Wenn sie dann konkrete Fragen stellen, was noch gemacht werden kann, bekommen sie von der Krankenkasse keine Antwort. Leider ist dies trotz des gesetzlich geregelten Entlassungsmanagements nach wie vor Alltag in Deutschland.

Jörg Dommershausen berichtet von einer Klientin, die genau dies nach einer schweren Fußverletzung erlebt hat. Verordnet wurden von den behandelnden Ärzten nur wenige Therapien wie Krankengymnastik und Lymphdrainage. Mit einer Schuheinlage sollte dann alles gut sein und die Tätigkeit in der Altenpflege wieder vollschichtig aufgenommen werden. Eine tolle Vorstellung, wenn man bedenkt, dass die Klientin von Jörg Dommershausen von einer Schwellneigung im Bereich des betroffenen Unterschenkels berichtete, die Gehwegstrecke ca. 100 m betrug und man einfach einmal von der belastungsabhängigen Schmerzsituation im Fuß absieht.

Schon im ersten Gespräch wurde gemeinsam beschlossen, sich eine zweite ärztliche Meinung einzuholen und einen Plan für die Genesung zu erstellen.

Rehamanagement-Oldenburg hat alle ärztlichen Unterlagen inklusive der Röntgenbilder angefordert. 14 Tage nach dem Erstgespräch konnte dann in der BG-Ambulanz Bremen mit Frau Dr. Sibylle Larsen ein Reha-Plan erstellt werden. Von wegen Schuheinlagen würden ausreichen! Wegen der schweren Fußverletzung mit Fersenbeintrümmerfraktur und Achillessehnenabriss wurde von Frau Dr. Larsen die Versorgung mit geeignetem Schuhwerk für den privaten und beruflichen Gebrauch festgestellt und sofort eingeleitet.

Für die auftretenden Schwellneigungen im Unterschenkel wurden sofort Kompressionsstrümpfe verordnet. Auch die Ursache der auftretenden Schmerzen wurde rasch gefunden. Aufgrund der Operationen und danach fehlenden konsequenten Behandlung war es zu Verklebungen von Muskeln und Sehnen im Bereich des gesamten Fußes gekommen. Hier wurde zeitnah eine sogenannte FDM-Therapie von Frau Dr. Larsen verordnet zuzüglich Akupunktur. Bei der FDM-Therapie handelt es sich um eine manuelle Therapie, mit der Verklebungen im Gewebe gelöst werden können. Mehr zur FDM-Therapie finden sich auf https://de.wikipedia.org/wiki/Fasziendistorsionsmodell.

Um wieder richtig und ausdauernd gehen zu können und den Alltagsbelastungen, nicht nur Beruf, standhalten zu können wurde auch eine ambulante Rehamaßnahme (Erweiterte ambulante Physiotherapie/EAP) verordnet. Da die Klientin kein Auto besitzt, wurde neben allen Therapien natürlich auch der Taxitransport zur Reha-Maßnahme von rehamanagement-Oldenburg organisiert.

Endlich hatte die Klientin ein Ziel vor Augen und konnte schon kurz nach Aufnahme aller Therapien und notwendigen Versorgungen rasch eine Verbesserung ihrer Situation verspüren. Fünf Wochen nach dem Reha-Planungsgespräch in der BG-Ambulanz Bremen startete die Betroffene eine Arbeits- und Belastungserprobung (stufenweise Wiedereingliederung), die sie nach drei Wochen erfolgreich abschließen konnte.

Alle Kosten der Rehabilitation wurden von der gegnerischen Haftpflichtversicherung übernommen.

Auf-geht-s-der-Reha-Podcast




Download (18,6 MB)

Logo

In dieser Folge von „AufgehtsderRehaPodcast“ sprechen Jörg Dommershausen und Thomas Loch von der Orthopädietechnik Bremen über die alternative Orthesenversorgung. Reguläre Orthesen werden beispielsweise bei einer Fußhebernervenlähmung, einem Schlaganfall oder MS eingesetzt.

Sie sind stativ, befinden sich unter oder in dem Schuh und heben den Fuß passiv an. Das bringt mehrere Probleme mit sich. Zum einen bewirkt dies einen Schwund der Muskulatur, zum anderen müssen bei Kindern und Jugendlichen durch das Längenwachstum immer wieder neue Orthesen angefertigt werden. Die alternative Orthesenversorgung schafft Abhilfe, indem sie aktiv die Muskulatur anregt.

Thomas Loch hat als Beispiel das Bioness L 300 Gerät mitgebracht und nennt als Stichwort die „funktionale Elektrostimulation“. Das bedeutet, dass „mit einem sehr, sehr niedrig gehaltenen Stromimpuls wird über einen Nerv der Muskel stimuliert. Also es ist keine Muskelstimulation, sondern der Nerv wird stimuliert“. Das Gerät funktioniert also über die vorhandene Verbindung von Gehirn und Gliedmaßen und regt diese über den Peroneusnerv immer wieder an, wodurch neues Muskelgewebe gebildet wird. Damit das reibungslos funktioniert, wird es individuell durch mehrere Passproben auf jeden Patienten zugeschnitten.

Zudem bringt das Bioness L 300 noch weitere Vorteile mit sich. Es ist schnell anzulegen und registriert vollautomatisch durch einen Lagesensor und Winkelmesser, wann sich der Patient bewegt. Außerdem „hat es einen kosmetischen Effekt“, denn die Orthese ermöglicht das Tragen eines normalen Schuhs und sogar das Laufen ohne Schuhe. Und nicht zuletzt kann der Patient die Orthese selbst einstellen und individuell an seine Bedürfnisse anpassen. Thomas Loch erklärt, dass ein Neurologe die Orthese verordnen kann und unterstützt seine Patienten bei der Antragstellung. Er betont jedoch, dass sich jeder Patient mit einbringen muss: „Man muss auch selber engagiert sein und auch schauen, dass dieses Engagement auch beim Kostenträger landet.“.

Mit ein wenig Geduld und Ausdauer sollten die Krankenkassen dann die Kosten für die Orthese übernehmen.

Auf-geht-s-der-Reha-Podcast




Download (9,8 MB)

Logo

Nach einem Verkehrsunfall machen Betroffene manchmal keine positiven Erfahrungen mit dem sie vertretenden Rechtsanwalt
In der aktuellen Sendung von „Auf geht’s - der Reha Podcast!“ erklärt Moritz Kerkmann von der Kanzlei Dr. Heise – Gärtner - Kerkmann aus Achim die Frage, was man in einem solchen Fall machen kann. Ist es sinnvoll, sich eine zweite Meinung einzuholen? Oder gar einen Anwaltswechsel in Betracht zu ziehen, wenn man sich schlecht vertreten fühlt?
Wann ist ein Anwaltswechsel sinnvoll? Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Rechtsanwalt nicht mit offenen Karten spielt, oder Ihnen sein genaues Vorgehen beziehungsweise seine Strategie in Bezug auf Ihren Fall nicht ausreichend erklärt?

Schleicht sich bei Ihnen das Gefühl ein, dass Ihr Rechtsanwalt nicht alle Fakten offen legt oder Ihren Fall nicht ausreichend rechtlich schildert? Gibt es allgemeine Kommunikationsschwierigkeiten? Ist Ihr Rechtsanwalt schwer erreichbar und macht keinen Schritt auf Sie zu?
Wenn Sie diese Fragen mit „Ja“ beantworten können, sollten Sie in erster Linie versuchen, ein persönliches Gespräch mit Ihrem Rechtsanwalt zu führen. Falls Sie mit dem Ergebnis dieses Gesprächs weiterhin unzufrieden sind, macht es Sinn, eine zweite juristische Meinung in Betracht zu ziehen.
Gerade wenn es um schwerbetroffene Verkehrsunfallopfer geht, sollte ein Rechtsanwalt Erfahrungen im Personenschadenmanagement haben. Fragen Sie Ihren Rechtsanwalt danach.

Es mag vielleicht sein, dass Ihr Rechtsanwalt allgemein viele Rechtsgebiete optimal abdeckt, nicht aber das für Sie wichtige Personenschadenmanagement.

In diesem Fall dürfen Sie beobachten, ob Ihr Rechtsanwalt Sie an einen Kollegen verweist.
Sollten Sie weiter ein ungutes Gefühl entwickeln, können Sie aktiv werden. Suchen Sie sich einen Rechtsanwalt mit Erfahrungen im Verkehrsrecht und Personenschadenmanagement und holen Sie sich eine zweite rechtliche Meinung ein. Klären Sie im vorab, welche Kosten Ihnen für die zweite Meinung entstehen.

Schildern Sie Ihren Fall und das Vorgehen Ihres Rechtsanwalts. In jedem Fall erhalten Sie auf diese Weise eine Rückmeldung, ob Sie sich auf einem guten Weg befinden.
Sie haben dann die Möglichkeit, entweder mit Ihrem Rechtsanwalt erneut in den Austausch zu gehen oder einen Anwaltswechsel vorzunehmen. Fragen Sie nach, welche Kosten Ihnen durch einen Anwaltswechsel entstehen und wer diese übernehmen könnte.
In einer Sendung mit Eduard Herwartz von der „Deutschen Interessengemeinschaft für Unfallopfer“ (DIVO) hatte Jörg Dommershausen dieses Thema schon einmal besprochen. Mehr findest du in der Sendung 47 des „Auf geht’s- der Reha-Podcast!“

Auf-geht-s-der-Reha-Podcast




Download (20,6 MB)

Logo

In der aktuellen Sendung des „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“ geht es um die Neutralität nach dem Code of Conduct. Dies ist ein Verhaltenskodex zwischen Versicherungen und Rechtsanwälten beim Einsatz von Rehabilitationsdiensten.

Das dieser Verhaltenskodex bei rehamanagement- Oldenburg eingehalten wird, stellt ein Beirat sicher. Moritz Kerkmann, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht, aus Achim ist Vorsitzender des Beirates von rehamanagement-Oldenburg.
Moritz Kerkmann erklärt worum es beim Code of Conduct geht und wie jeder Beteiligte seinen Beitrag leisten kann, um ein möglichst gutes Rehabilitationsergebnis zu erreichen.
Nach einem Verkehrsunfall ist der Rehadienstleister dafür zuständig, dem Unfallopfer wieder auf die Beine zu helfen. Dies hat sowohl Vorteile für den Betroffenen und für die Versicherung.
Die Genesung und Rehabilitation des Unfallopfers steht im Vordergrund. Die gegnerische Haftpflichtversicherung möchte Ausgaben reduzieren.

Rechtsanwalt und gegnerische Haftpflichtversicherung sollen sich nach dem Code of Conduct im Vorwege auf einen Rehadienstleister einigen und das Reha-Ziel festlegen.

Das der Rehabilitationsdienstleister eine neutrale Stellung zwischen allen am Verfahren Beteiligten einnimmt, ist wichtig. Damit das Vertrauensverhältnis zwischen Unfallopfer und Rehadienstleister geschützt ist, wird die Einhaltung der Neutralität durch einen Beirat sichergestellt.

Für Moritz Kerkmann, Vorsitzender des Beirats von rehamanagement-Oldenburg ist das oberste Gebot des Codes of Conduct die Wahrung der Neutralität. Der betreuende Rehadienstleister, muss gegenüber dem Betroffenen, der Versicherung und dem Rechtsanwalt des Betroffenen nicht nur neutral bleiben. Er hat die Verpflichtung die Beteiligten zeitgleich über den Stand der Rehabilitation zu informieren. Klar ist, dass Unfallopfer und Rehadienstleister einen gemeinsamen Reha-Plan erstellen. Dies schafft für alle Beteiligten Klarheit, wie es weiter geht.

Um die Einhaltung des Codes of Conduct sicherzustellen, besteht der Beirat aus Mitgliedern aus dem Bereich Medizin, dem Arbeits- und Sozialbereich und Recht.

Ein Rechtsanwalt wird von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltsverein (DAV) entsandt. Er prüft zweimal im Jahr nach dem Zufallsprinzip 10 Beratungsfälle von rehamanagement-Oldenburg. Herr Kohake, Rechtsanwalt aus Osnabrück, wurde vom DAV in den Beirat von rehamanagement-Oldenburg entsandt.
Kommt es zu Beschwerden, ist eine umgehende Überprüfung durch Herrn Kohake notwendig.

Herr Kerkmann geht auch auf die Frage ein, warum Anwälten manchmal Vorbehalte gegenüber Rehadienstleistern zu haben.

Er erklärt, dass es meistens um das Vorurteil gehe, der Profit-Gedanke würde im Vordergrund stehen. Um Aufklärung zu schaffen, sei die “Win-Win-Win”-Situation für die Geschädigten, die Versicherungen, sowie den Anwalt des Geschädigten zu sehen. Solange die Einhaltung des Code of Conduct sichergestellt ist, hat eine Zusammenarbeit nur Vorteile.

Auf-geht-s-der-Reha-Podcast




Download (9,6 MB)

Logo

Um eine optimale Versorgung von Unfallverletzten sicherzustellen ist es wichtig, dass gute Netzwerkbeziehungen bestehen. Deshalb ist eine der wichtigsten Aufgaben von Jörg Dommershausen, Netzwerke im Bereich der Rehabilitation aufzubauen und zu pflegen.

In der aktuellen Sendung von "Auf geht's - der Reha-Podcast!" berichtet Jörg Dommershausen von einem Netzwerkpartner, dem Care-Center Rhein-Ruhr in Bochum. Mit dem Care-Center Rhein-Ruhr, dem ehemaligen berufsgenossenschaftlichen Versorgungsteam (BVT) arbeitet Jörg Dommershausen schon mehr als zehn Jahre zusammen.

Zu den Netzwerken gehört auch, dass Versorgungsprozesse kritisch betrachtet und optimiert werden.

Hierzu gehört auch die optimale Versorgung mit Sitzkissen, gerade wenn es um eine Querschnittslähmung geht.
Hier bietet das Care-Center Rhein-Ruhr eine Sitzdruckmessung an, mit der die optimale Sitzkissenwahl erarbeitet werden kann.

Dabei geht es neben Sitzdruckspitzen, die Auslöser für ein Druckgeschwür sein können, auch um das sogenannte Mikroklima. Karsten Knüppel als Experte des Care-Center Rhein-Ruhr erklärt in der aktuellen Sendung von "Auf geht's - der Reha-Podcast!", wie eine Sitzdruckmessung durchgeführt wird und worauf geachtet werden darf.

Das Care-Center Rhein-Ruhr bietet die Sitzdruckmessung ambulant an, die Betroffenen müssen somit nicht extra nach Bochum fahren.

Für die Betroffenen wird vermieden, dass zum Beispiel Druckgeschwüre entstehen, die teilweise lange stationäre Behandlungen erforderlich machen. Für die Kostenträger ist eine Sitzdruckmessung eine Möglichkeit, den Betroffenen zu helfen und Kosten zu vermeiden. Die Sitzdruckmessung bietet insofern den Vorteil der gesundheitlichen Prävention von Betroffenen.

Auf-geht-s-der-Reha-Podcast