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Auf geht-s-der Reha-Podcast! Auf geht-s-der Reha-Podcast!

Der "Auf geht's - der Reha-Podcast" richtet sich an (Verkehrs-)Unfallopfer und deren Angehörige, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Versicherungen die sich mit Personenschadenmanagement beschäftigen sowie an alle an sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation Interessierten. Ohne Fachsprache unterstützt der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige bei Ihrer Veränderung.


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Heute geht es um Daniel, einen Menschen, der selbst von einem Schädelhirntrauma betroffen ist. Sein Unfall im Jahr 2015 bedeute für ihn erst einmal das Ende seines bisherigen Alltags. Richtig bewusst wurde ihm das am Schluss seiner Reha. So merkte er bald, dass er persönlich mehr Zeit für viele Dinge brauchte, als ihm die Welt außerhalb der Klinik zugestand. „Ich brauche für viele Sachen einfach viel, viel mehr Zeit, die mir in der Reha auch gegeben wird.“ Als er die Klinik öfter verlassen durfte, stellte er fest, dass er sich in seinen neuen Alltag erst hineinfinden muss. Seine anterograde Amnesie (Gedächtnisverlust) erschwerte ihm die Situation zusätzlich. „Ich kann mir seit dem Unfall einfach nichts mehr Neues abspeichern.“ Mit der Zeit hat er gelernt, mit seinen Einschränkungen umzugehen. Um auch anderen zu helfen, gründete Daniel 2016 seine erste Selbsthilfegruppe, aus der heute sein Verein entstanden ist.

Durch seine eigenen Erfahrungen als Betroffenen eines Schädelhirntraumas hat Daniel festgestellt, wie wichtig Unterstützung für Erkrankte und deren Angehörige sein kann. Er selbst musste seinen Weg am Ende der Reha erst finden. Denn die Welt um ihn herum schien für ihn nicht mehr so aufgebaut zu sein, als dass er sich darin hätte gut zurechtfinden können. „Dieser strukturelle Ablauf, der ist für mich draußen gar nicht mehr gegeben.“ So fand er unter anderem geeignete Hilfsmittel im Umgang mit seiner anterograden Amnesie. Während er zuerst noch alle neuen Informationen in ein Tagebuch aus Papier schrieb, ist er inzwischen zu einer digitalen Version übergegangen, welche er immer bei sich tragen kann. Um den Austausch unter Betroffenen zu fördern, gründete er 2016 gemeinsam mit einer andren Betroffenen die erste Selbsthilfegruppe.

Inzwischen gibt es mehrere davon, welche in seinem Verein zusammengeschlossen sind. Hier finden betroffene Menschen Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Reha- oder Behandlungsmöglichkeiten. Auch für Angehörige gibt es solche Gruppen. Schließlich sind sie oft diejenigen, die sich nach einem Unfall um die Versorgung und geeignete Therapien für den betroffenen Menschen kümmern müssen. Daniel selbst ist heute für die Leitung und Organisation der Selbsthilfegruppen innerhalb des Vereins zuständig. Die Gruppen gibt es inzwischen an verschiedenen Standorten, unter anderem auch in Bremen-Nord und Köln. Der Kontakt dorthin kam über Daniels Engagement in den sozialen Netzwerken zum Thema Schädelhirntrauma zustande. Denn viele Menschen haben anfangs ein Problem, persönlich mit anderen über ihre Erkrankung zu sprechen. „Übers Internet, wo man anonym ist, ist es gerade zu Anfang leichter, sich auszutauschen.“ Im Internet lernte Daniel so eine Person kennen, die daran interessiert war, ein Selbsthilfeangebot für Menschen mit Schädelhirntrauma in Köln aufzubauen. Auch diese Gruppe ist heute Teil des Vereins. Allgemein ist es Daniel wichtig, mit dem Verein Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Denn oft wird ein Schädelhirntrauma erst spät oder gar nicht diagnostiziert, die Probleme der Betroffenen werden nicht anerkannt oder relativiert. Durch die Sensibilisierung der Gesellschaft soll sich das ändern. Obwohl sich Daniels Leben durch seinen Unfall sehr stark verändert hat, kann er auch viel Positives darüber sagen. Seine Geschichte brachte ihm viele neue Erfahrungen und Kontakte. Betroffenen und Angehörigen rät er niemals aufzugeben und in Kontakt mit anderen zu treten.

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Ein Wort und doch fällt es dem einen oder anderen immer wieder schwer es auszusprechen.

Warum ist das nur so? Wie oft quälen wir uns mit Dingen, die wir nicht wünschen? So ist es Jörg bei der Begleitung eines Klienten gegangen.

Was war passiert? Der Klient hatte vor Jahren seinen Führerschein verloren. Nach dem Unfall fiel dann die letzte Mobilität weg. Das Ergebnis war Abhängigkeit beim Einkaufen, bei Arztbesuchen und und und. Und dann lebt der Betroffene »landschaftlich schön«. Ein Bus fährt einmal in der Stunde und ist für den Klienten nicht erreichbar.

Im Reha-Coaching wurde das Thema angesprochen. Rasch stellt sich heraus, dass Jörgs Klient Angst vor Entscheidungen hat. Dann ist da noch die Furcht vorm Scheitern. Schnell ist klar, dass es ohne Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) nicht geht. Das bedeutet Lernen, Zeit investieren und Engagement für das Ziel Rückkehr in einen Beruf.

Und es gibt noch eine Herausforderung. Der Klient sucht immer einen einfachen Weg. Er vermeidet Auseinandersetzungen und wird somit von Dritten fremdbestimmt. Lieber ja sagen, als klar zu sagen was er will, führt kurzfristig zu Ruhe. Und mittelfristig zu Lebensbaustellen.

Mit Hilfe des Reha-Coaching wurden die einzelnen Problembestandteile aufgelöst. Welche Konsequenzen hat es klar ein Nein zu formulieren? Was folgt daraus? Welche Chancen ergeben sich?

Schnell wird klar, dass ein Wohnortwechsel ansteht. Eine Betreuung für einzelne Lebensbereiche wird beantragt. Dies schafft Entlastung und Unabhängigkeit im privaten Umfeld.

Nein sagen heißt für Jörgs Klienten Verzicht auf Mobilität. Es bedeutet allerdings auch, nicht für die Ewigkeit diese Entscheidung zu tragen. Sichtweisen und Einstellungen dürfen verändert werden. So entsteht für den Betroffenen eine neu empfundene Freiheit.

Die Entscheidung zum Nein für die Fahrerlaubnis schafft Klarheit. Und zwar für den Kostenträger, der Einschätzungen vornehmen kann. Die begleitende Rechtsanwältin darf neue Anträge stellen. Für die Reha-Netzwerkpartner, wird die Hilfsmittelversorgung einfacher. Therapieziele können anders definiert werden. Die medizinische ambulante Rehabilitation kann verkürzt werden. Auch die berufliche Zukunft stellt sich neu dar.

Nein sagen kann auch noch andere Auswirkungen mit sich bringen. Da kommt der eine oder andere Sozialversicherungsträger daher und weist ohne Not auf Mitwirkungspflichten hin. Nachgefragt wie es zur persönlichen Entscheidung gekommen ist, wird in der Regel nicht. Dies schafft bei dem einen oder anderen Klienten Ängste. Dies setzen Sozialversicherungsträger immer öfter bewusst ein. Das es auch Grenzen der Mitwirkung gibt, wird schnell vergessen.

Lassen Sie sich nicht wegen ihres Nein nicht ins berühmte Bockshorn jagen. Ganz aktuell hat ein Sozialamt aus Ostfriesland bei einer Klientin von rehamanagement-Oldenburg die Mitwirkung angemahnt, sie möge doch ..... . Wenn Sie nicht..... dann...., so steht es in dem Schreiben. Sie dürfen gerne an dieser Stelle prüfen, ob die Daten benötigt werden. Und im angesprochenen Fall wurden die Angaben längst und umfangreich gemacht.

Das Wort »Nein« kann also auch bedeuten, dass ein Pseudodruck von außen aufgebaut wird. Hier dürfen Sie sich gerne bei Ihrem Anwalt Rat holen oder nachfragen.

Meine Erfahrung ist übrigens, dass man Fragen nach Sinn und Inhalt von Schreiben der Sozialversicherungsträgern dort oft nicht mag. Wenn Sie dann auch noch vorgesetzte Stellen einbinden, wird die Sache richtig spannend.

Sie machen möglicherweise die Erfahrung in ein Wespennest gestochen zu haben, mit dem positiven Effekt, dass sich die Entscheidung zu Ihrem Antrag verändert. Hier gilt: Bleiben sie dran und setzen sie mit einer professionellen Beratung nach. Diese finden Sie zum Beispiel bei Anwältinn*en oder dem Sozialverband www.sovd.de.

Haben sie Mut und sagen Sie Nein! Nicht des Nein wegen, sondern um Ihre Rechte zu erkämpfen, wenn diese zurecht bestehen sollten.

Lassen Sie Bescheide überprüfen. Sie können nur gewinnen.

Kommen wir zurück zum Fall von Jörg Dommershausen. Klar zu sagen wo es hingeht, hilft. Zunächst einmal Ihnen selbst. Also nur Mut! Machen Sie zum Beispiel eine Inventur, was zu klären ist. Mehr finden Sie in »Auf geht’s – hab Mut!«.

Wenn Sie Fragen zum Thema haben schreiben Sie uns eine E-Mail über unser Kontaktformular oder als Frage in den Sozialen Medien.

Buchtipp: NEIN, was vier mutige Buchstaben im Leben bewirken können von Anja Förster und Peter Kreuz

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In der heutigen Sendung geht es um Dysphagie. Im Volksmund wird diese meist nur Schluckstörung genannt. Eine Dysphagie ist dabei keine Krankheit für sich, sondern ein Symptom, welches nach einem Schädelhirntrauma oder Schlaganfall oder durch neurologische Krankheiten auftreten kann. Zu diesen Krankheiten gehören u.a. Parkinson, multiple Sklerose oder Krankheiten, welche eine Muskeldegeneration hervorrufen. Betroffene haben oftmals Probleme damit Essen oder Flüssigkeiten zu schlucken und somit sich ordentlich zu ernähren. Das liegt daran, dass die Zunge, der Kiefer, die Lippen und teilweise auch der Verschluss der Atemwege nicht mehr richtig funktionieren.

Dabei ist eine Dysphagie relativ leicht zu erkennen. Betroffene ändern schlagartig ihre Essgewohnheiten, weil diese bestimmten Gerichte nicht mehr richtig kauen und schlucken können. Lieblingsgerichte werden plötzlich verschmäht oder nur noch halb zu Ende gegessen. Oftmals schämen sich die Betroffenen auch und vermeiden jegliche Besuche in Restaurants und Bars oder spucken häufig Essensreste in die Serviette. „Die Lust aufs Essen geht weg“, bemerkt auch Stephan Runge, Geschäftsführer des Aphasie-Zentrum Vechta. Stephan Runge ist auch gleichzeitig Schlucktherapeut. Die Stimme der Betroffenen kann sich nach dem Essen verändern, da Nahrungsreste auf ihren Stimmbändern liegen und die Person diese Reste nicht bemerkt oder nicht aushusten kann. Dies kann dann zu Entzündungen im Hals und im Rachenraum führen, zu Fieber und im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung.

Untersucht wird eine Dysphagie meistens mithilfe eines Endoskops (meistens eine Kamera in Form eines langen und dünnen Schlauches) und dieses wird durch die Nase in den Körper eingeführt. Würde der Therapeut das Endoskop durch den Mund einführen, so könnte dies beim Patienten einen unangenehmen Würgereiz erzeugen. „Er würde mir die Kamera zerbeißen“, sagt Stephan Runge. Ebenfalls ist es wichtig, dass der Therapeut auf die Stimmbänder und die Nasenhöhle schauen kann. Denn bei einigen Patienten kommt das Essen auch durch die Nase. So eine Endoskopie dauert in der Regel 20 Minuten und wird von zwei Therapeuten durchgeführt. Während der Endoskopie bekommt der Patient verschiedene Proben mit unterschiedlicher Konsistenz (verschiedene Härtegrade und Flüssigkeitsgrade) zu essen, um zu sehen mit welchen Nahrungsmitteln er genau Probleme hat.

Aber was kann bei einer Schluckstörung konkret gemacht werden? „Die einfachste Lösung ist es andere Kost zu sich zu nehmen, also anderes Essen zu machen“, sagt Stephan Runge. Wichtig ist es hierbei die Schluckmuskulatur wieder zu stärken oder die Sensibilität zu korrigieren und dies geht nur mit regelmäßigen Übungen. Bis zu 80 Übungen am Tag müssen die Patienten am Tag absolvieren. „Schlucken kann man nur durch wiederholtes Schlucken lernen“, sagt auch Stephan Runge. Dabei liegt die Verantwortung fast vollständig beim Patienten selbst. Die Therapeuten leisten neben der Therapie Hilfe und geben Anleitung.

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Endlich, oder fast, ist die stressige Zeit des Jahreswechsels geschafft. Und das leidige Thema „gute Vorsätze“ ist wieder einmal bei vielen im Munde. Darüber ist schon viel gesprochen und geschrieben worden.
Gute Vorsätze für das Neue Jahr 2019 zu haben heißt auch, sich selbst empfundener Defizite bewusst zu sein oder zu werden. Dazu ist eine Inventur oder Bilanz wichtig – und Ehrlichkeit. Ich habe einmal in einer Radiosendung gehört, dass Menschen sich verändern, weil sie große Ziele oder große Schmerzen haben. Wenn jemand einen unverschuldeten Unfall erlitten hat, dann finde ich diesen Satz zynisch.

Oder in Bezug auf die „guten Vorsätze“ zum neuen Jahr mag das stimmen, weil man sich bewusst entscheidet. Von außen beeinflusst, also von einem Unfallgegner, ist dies ja kein Wunsch mehr. Apropos Vorsätze. Das hat auch etwas mit Deinen Zielen zu tun. Regelmäßig setze ich mich mit meiner Frau hin und wir schauen uns unsere Ziele an. Für die persönlichen Ziele ein Feedback zu bekommen heißt auch manchmal, Unangenehmes zu hören. Und auch das kann weiterhelfen.

Zur Inventur und zu den Zielen gehört es nun mal auch, Zurückliegendes aufzugreifen. Das habe ich bezogen auf den Reha-Podcast im Herbst 2018 gemacht. 2014 startete der „Auf geht’s - der Reha-Podcast!“ mit 124 Hörerinnen und Hörern im Monat. Verteilt auf alle Quellen wie iTunes, Facebook usw. haben im Jahr 2018 mehr als 240.000 Menschen den „Auf geht’s - der Reha-Podcast!“ gehört.
Wir haben in den letzten Jahren viel probiert, von wöchentlichen Sendungen hin bis nunmehr Sendungen alle 14 Tage. Gestartet sind Kathrin Billo und ich am 4. Januar 2014, also vor fünf Jahren. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es weitergehen soll. Und, wie? Fünf Jahre lang sind wir ja nun schon an so vielen Themen drangeblieben. Gibt es da noch neue Themen? Dranbleiben gehört auch einfach dazu. Vielleicht auch für Dich? Natürlich geht es weiter mit neuen Sendungen!

Allerdings haben unsere Hörerinnen und Hörer auch gesagt, dass ihnen diese Sendungen teilweise viel zu lang gewesen sind. Also dürfen wir uns hier verändern. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Dazu gehört natürlich auch wieder, regelmäßig die Ziele zu prüfen und zu schauen, ob diese noch passend sind. Da geht es dann auch um Entscheidungen, ein Ziel mal nicht mehr zu verfolgen. Vielleicht könnte das auch etwas für dich sein.

Danke, dass Du bis hierhin gelesen hast. Danke, dass Du den „Auf geht’s - der Reha-Podcast!“ hörst. Für das Neue Jahr 2019 wünsche ich Dir Gesundheit und das Glück, wie Du es Dir wünscht.

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1995 versuchte Bernd Hinrichs im Schwimmbad das Leben von Kindern zu retten und verletzte sich dabei selbst. Der Vorfall ließ ihn mit einer unvollständigen Querschnittslähmung zurück. Er hatte im Gegensatz zu vielen anderen Menschen Glück und konnte seine Arbeitsstelle behalten und sogar kurze Strecken selbstständig zu Fuß zurücklegen und ein Auto fahren. Und obwohl er kurz nach dem Unfall eine Rehabilitationstherapie anfing und nach zwei Jahren wieder einigermaßen laufen konnte, warfen ihn einige unglückliche Ereignisse wieder zurück. In Folge dessen hat Bernd seit fast 14 Jahren seine Beine so gut wie nicht mehr benutzt.

Das änderte sich dieses Jahr, als Bernd eine neuartige Therapie ausprobierte bei der er mithilfe eines Exoskeletts wieder anfing laufen zu lernen. Die Roboterbeine halfen ihm sich wieder an die Bewegung der Beine anzugewöhnen, sodass er nach nur der Hälfte der sechsmonatigen Therapie teilweise schon ohne Gehhilfe laufen kann. Dennoch funktioniert nicht alles reibungslos. „Meine Muskeln müssen nach 14 Jahre im Rollstuhl wieder gedehnt werden“ stellt Bernd fest. Denn nach über einem Jahrzehnt ohne richtige Bewegung sind die Muskeln in seinen Beinen verkümmert und verkürzt. In der Physiotherapie müssen diese mühsam gedehnt und trainiert werden. Das ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit und vor allem in den Abduktoren (einer Muskelgruppe in den Gliedmaßen) hatte Bernd erhebliche Beschwerden. Diese Schmerzen verhinderten bei ihm auch, dass physiotherapeutische Maßnahmen in den letzten 14 Jahren kaum wirksam waren. Denn er konnte beim herkömmlichen Muskelaufbautraining aufgrund der Beschwerden nicht richtig mitmachen.

Umso glücklicher ist er nun nach über 20 Jahren nach dem Unfall und knapp vier Jahre vor seinem geplanten Ruhestand nun wieder richtig laufen zu lernen. „Mut und die Kraft nach vorne zu schauen“ das müssen Leute die in einer ähnlichen Situation sind besitzen, damit auch diese wieder lernen können zu laufen. Dabei dürfen die Betroffenen keine Mühen scheuen, denn es ist ein langer und steiniger Weg. „Und wenn es nur drei bis vier Meter sind“ meint Bernd.

Nur durch ständige Übung und dem Gebrauch der Beine können die Geschädigten wieder lernen richtig zu laufen. Die Übungen können dabei ganz alltägliche Dinge sein wie z.B. sich selbstständig im Stehen anzuziehen oder selbstständig auf Toilette zu gehen. Hauptsächlich geht es darum die Sachen nicht im Sitzen zu erledigen. „Nicht im Sitzen, denn sich im Sitzen anzuziehen ist eine unglaubliche Quälerei“ meint auch Bernd. Vor allem aber verlernen die Betroffenen dadurch ganz alltägliche Dinge. Sie akzeptieren und gewöhnen sich an die Tatsache im Rollstuhl zu sitzen und das hindert sie bei ihrer vollständigen Rehabilitation.

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