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Auf geht-s-der Reha-Podcast! Neue Wege schaffen für Unfallopfer, Rechtsanwälte und Versicherungen im Personenschadenmanagement

30.01.18, 00:06:00

Auf-geht-s-der-Reha-Podcast Folge 148 Arbeit eines Sozialdienstes mit Dagmar Köller


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Dagmar Köller hat sich Zeit ihres Lebens mit dem Wohlergehen anderer beschäftigt. Seit 12 Jahren tut sie dies nun im Neurologischen Reha Zentrum Friedehorst (NRZ).

Begonnen hat alles mit ihrem Studium der Diplompädagogik, wo sie sich vor allem in der Erwachsenenbildung vertieft hat. Sie hat versucht zu verstehen wie Erwachsene lernen und was sie lernen wollen. Während ihres Studiums, hat sie dann die Arbeit in einem Frauenhaus begonnen und hat später eine Beratungsstelle für Missbrauch geleitet. In dieser Periode ihres Lebens wurde sie vor allem mit misshandelten Frauen und Kindern konfrontiert. Nach 14 Jahren in diesem Bereich, Heirat und der Geburt ihrer Kinder, hat sie sich entschlossen, dass sie mit dem Thema Gewalt abschließen möchte.

Im Zuge dieser Entscheidung, hat sie eine Hebammenausbildung begonnen und hatte dann kurz vor Abschluss selbst einen Unfall, der sie ein Jahr an Genesung in einer ambulanten Reha gekostet hat. Sie selbst sagt: „Das Leben ist für mich wie ein roter Faden, man muss ihn bloßen sehen und erkennen können und immer wieder aufgreifen können und dazu braucht man sicherlich Hilfe an der einen oder anderen Stelle um überhaupt den roten Faden wieder zu finden oder überhaupt zu sehen.“ Und so war für sie klar, als sie damals von der Stelle im NRZ gehört hat, dass das ihr Weg ist, nachdem sie nicht mehr als Hebamme arbeiten konnte. „Hier kommen die Menschen das zweite Mal ins Leben, sei es im Wachkoma, dass sie wirklich wieder aufwachen und ins Leben kommen oder sei es, dass sie im Leben sind, sich ihr Leben aber so weit verändert hat, dass das Leben einfach von jetzt auf gleich komplett neu ist“, schildert sie ihre Motivation im NRZ zu arbeiten.

Begonnen hat alles mit Kindern und Jugendlichen, heute werden Patienten vom Kinderalter bis ins hohe Alter behandelt. Gerade bei Patienten im Kindesalter ist es oft auch wichtig, Eltern mit in die Behandlung einzubeziehen. Das kann oft auch bedeuten, den Eltern die Chance zu geben, etwas Zeit für sich zu haben: „Das kann sein, dass ich sie die ersten Male einfach einmal pro Woche zu einem Kaffee abhole, das sind 10 Minuten, und aus den 10 Minuten wird mehr und die Mutter kann sich lösen.“ Mit dem rein durch Spenden finanzierten Elternhaus, das sich auf dem Gelände des NRZ befindet, schafft sie Raum für Kinder und Eltern, eine Gemeinschaft zu fördern.

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