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Auf geht-s-der Reha-Podcast! Neue Wege schaffen für Unfallopfer, Rechtsanwälte und Versicherungen im Personenschadenmanagement

Der "Auf geht's - der Reha-Podcast" richtet sich an (Verkehrs-)Unfallopfer und deren Angehörige, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Versicherungen die sich mit Personenschadenmanagement beschäftigen sowie an alle an sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation Interessierten. Ohne Fachsprache unterstützt der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige bei Ihrer Veränderung.


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2017 trat das neue Pflegestärkungsgesetz (PSG) in Kraft. Bereits zuvor kam es immer wieder zu Neuerungen, doch welche Vorteile und Veränderungen nun genau auftauchen, erklärt Simone Lippold vom Sachverständigenbüro Care-Expert. Was hat es mit den Pflegegraden auf sich? Welche finanzielle Unterstützung bekomme ich? Worauf muss ich achten? Hier gibt es einen Einblick in die Antworten dieser Fragen.

2013 sorgte das Pflegeneuausrichtungsgesetz für einen Wandel in der Pflege. Zuvor war die Bestimmung des Pflegezustands vor allem auf Menschen mit körperlicher Einschränkung ausgerichtet. Seit 2013 werden immer mehr kognitive Beeinträchtigungen mit in den Blick genommen.

Mit dem PSG II kommt es nun zu einem deutlichen Perspektivwechsel. Es werden nicht mehr die Defizite, sondern die Ressourcen eines Menschen betrachtet.

Die zuvor bestehenden fünf Pflegestufen (0 – 3, Härtefallregelung) werden nun durch die fünf Pflegegrade abgelöst. Jeder, der bereits einer Pflegestufe zugeordnet wurde, wird nun dem nächst höheren Pflegegrad überführt. Bei festgestellter eingeschränkter Alltagskompetenz wird der Pflegegrad sogar noch einmal um einen erhöht:

Die Einordnung nach Stufen hatte vor allem die Einschränkungen der Menschen im Fokus.
„Wie lange brauchen Sie für eine Aufgabe“, wurde gefragt. Die entsprechenden Minuten gaben Aufschluss auf die Pflegestufe. Dass allerdings einige Betroffene diese Aufgabe nur schaffen können, wenn sie dazu angeleitet werden oder die Schwierigkeiten in ganz anderen Bereichen wie beispielsweise der Teilhabe in der Gesellschaft oder der Orientierung liegen, wurde dabei nicht berücksichtigt.

Nun sind es acht Themenmodule, die anhand des Alltagslebens des Betroffenen überprüft werden. Damit werden auch kognitive Einschränkungen berücksichtigt.

So lässt sich der Grundsatz „Ambulanz vor Pflege“ besser umsetzen, da die Fähigkeiten des Menschen besser erkannt werden.

Allerdings fehlt es hier noch an der Übertragung auf die Sozialhilfe. Die finanziellen Leistungen werden nach wie vor nach einem Minutenaufwand berechnet. Eine Neuerung dieser Berechnungen steht noch aus.

Jedoch gibt es Erhöhungen der Pflegegelder und anderer finanzieller Unterstützungen. So können beispielswiese Menschen im Pflegegrad 1 als Ausgleich für das fehlende Pflegegeld für 125 Euro einen ambulanten Pflegedienstleiter anstellen.

Für Zuschüsse bei Umbaukosten gilt die Regel, dass zunächst der Pflegegrad ermittelt werden muss, ehe Gelder bewilligt werden. Hierfür ist auch eine Hausbegehung notwendig. Bis zu 4.000 Euro gibt es pro Maßnahme. Die „Maßnahme“ bezieht sich hierbei jedoch nicht auf einzelne Umbauten, sondern werden als Gesamtmaßnahme aufgrund der festgestellten Einschränkungen erfasst. Erst, wenn sich die Lage der Person verändert, kann dies als neue Maßnahme aufgefasst werden.

Diese und weitere Regelungen über Anträge und Hilfeleistungen werden im Buch „Praxisratgeber Pflegeversicherung“ von André Wieprecht und Annett Wieprecht-Kotzsch aufgegriffen und erklärt.

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An der Klinik am Sendesaal in Bremen gibt Jörg Dommershausen erneut einen Einblick in seine Arbeit als Reha-Manager. Zielsetzungen, Reha-Planungsgespräche und Alternativfindungen - trotz ständig wiederkehrender Muster ist jeder Fall ganz individuell!

Jörg Dommershausen berichtet von einem aktuellen Fallbeispiel: Ein Motorradunfall stellte das Leben eines seiner Klienten auf den Kopf. Zwar ist der Mann motiviert und zeigt Ehrgeiz, doch manche Zielsetzung scheitert an den Unfallfolgen; der Aspekt der Realitätsnähe in der SMARTen Zielsetzung kommt ihm dazwischen.

Das heißt jedoch nicht, dass alle Vorhaben zum Stillstand kommen. Es gibt immer Wege, etwas in Gang zu setzen: In diesem Fall kann über geeignete Hilfsmittel ein Teil der Defizite aufgefangen werden. Damit wird vieles im Alltag leichter.

Die Entscheidungen über Hilfsmittel ist dabei nicht so leicht zu treffen, wie es einem lieb sein mag. Der Auftrag besteht darin, das geeignete Hilfsmittel für den Klienten zu finden.

Ein Austausch mit den beteiligten Fachkräften ist dabei unerlässlich. Auch andere Aspekte wie die Kosten müssen überprüft werden. Doch der Aufwand lohnt sich, wenn damit eine Unterstützung des Klienten gewährleistet wird.

Auch die Klärung der medizinischen Rehabilitation fällt in den Bereich des Reha-Managers. Jörg Dommershausen steht im steten Austausch mit den Ärzten und Therapeuten. Welche Therapien helfen? Welche nicht? Wie lange ist die Maßnahme noch sinnvoll? Wie geht es weiter? Gibt es Alternativen? Diese und weitere Fragen stehen immer wieder im Fokus – die Antworten sind so individuell wie die Klienten selbst.

Es gilt stets das Für und Wieder abzuwiegen auf der Suche nach dem Optimum, das die derzeitige Situation des Klienten hergibt. Dabei geht es nicht darum, die alte Größe wiederzufinden, sondern seine neue 100% auszuschöpfen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Senden Sie uns gerne eine Mail an info@rehamanagement-oldenburg.de!

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Streit und Unmut über die Zahlungsbereitschaft von Haftpflichtversicherungen scheinen heute kein Einzelfall zu sein. Umso schöner ist es deshalb, die Geschichte von Anna-Lena zu hören, einer jungen Frau, die nach einem schweren Unfall ihren Arm nicht bewegen konnte. In einem offenen Gespräch mit Jörg Dommershausen beschreibt sie ihr Glück, das sie dank der gegnerischen Haftpflichtversicherung wieder gewonnen hat.

Eine Haftpflichtversicherung, die sich nicht nur um den Sachschaden kümmert, sondern auch um das körperlich und psychisch verletzte Unfallopfer. Dies durfte Anna-Lena im Jahr 2014 erleben, die nach einem schweren Unfall ihren Arm nicht bewegen konnte, zu einem Zeitpunkt, als sie kurz vor den Abschlussprüfungen für ihren Traumberuf als Heilerziehungspflegerin stand. Für die junge Frau brach eine Welt zusammen, denn die Ärzte waren der Meinung, sie werde ihr Leben umgestalten müssen.

Die Hoffnung fand die junge Frau wieder, nachdem Reha-Manager Jörg Dommershausen ihr ein Krankenhaus vorgeschlagen hatte, in dem die anfangs suboptimale Heilbehandlung leicht verändert wurde. Die gegnerische Haftpflichtversicherung übernahm dabei nicht nur die Kosten für die ambulante Rehabilitation, sondern auch die Kosten für die täglichen Taxifahrten, denn Pendeln mit dem Zug war für Anna-Lena mit einem schwer verletzten Arm nicht möglich.

Trotz ihrer Fortschritte, die sie mit Hilfe unterschiedlicher Therapien in der REHA Klinik machte, fehlte Anna-Lena der Lebensmut. Wie sollte es weitergehen, nachdem sie ihren Traumberuf nicht mehr ausüben konnte? Jörg Dommershausen startete mit Anna-Lena ein Experiment: Die junge Frau schrieb Werte auf, die in Verbindung mit ihren persönlichen und beruflichen Zielen stehen. Nachdem sie genauere Vorstellungen von ihrem künftigen Beruf hatte, bewarb sich Anna-Lena für ein Praktikum im Aphasie- und Seniorenzentrum Vechta.

Dort hat sich Anna-Lena von Beginn an wohl gefühlt: „Das Haus ist eine Einrichtung, die wahnsinnig herzlich ist!“ Nach vier Wochen in der Ergotherapie und Logopädie konnte Anna-Lena das Praktikum um weitere vier Wochen verlängern. So begeisterte Anna-Lena sich täglich für den Beruf der Logopädin und entschied sich dadurch für diese Ausbildung.

Weil sich die Mitarbeiterin der gegnerischen Haftpflichtversicherung regelmäßig nach dem Wohl von Anna-Lena erkundigte, blieb die Entscheidung für eine Ausbildung zur Logopädin nicht unbemerkt. Die Versicherung übernahm sogar die Kosten für Anna-Lenas Ausbildung.

Bevor Anna-Lena in einem Monat ihre Ausbildung nun beendet und ihre Festanstellung im Aphasiezentrum Vechta beginnt, kann sie mit einem Strahlen von sich behaupten, glücklich zu sein. Ihre Ziele, die sie sich gesteckt hatte, sind erreicht: Eine tolle Wohnung, einen Job, der ihr Spaß macht und Freunde fürs Leben. „Es gab nie einen Punkt, an dem sie mich hängen gelassen haben“, sagt Anna-Lena über die gegnerische Haftpflichtversicherung, „ich habe denen viel zu verdanken, definitiv“.

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Der Chefarzt der Rehaklinik am Sendesaal, Herr Dr. Melzer, berichtet heute über die Rehabilitation einer speziellen Personengruppe: ältere Menschen.
Dass Senioren aber – zum Glück! – gar nicht mehr so speziell im Unterschied zu jüngeren Menschen behandelt werden, zeigt der Wandel, den es in der Versorgung älterer Menschen gegeben hat. Jetzt heißt es: Reha statt Pflege!
Der derzeitige demografische Wandel ist der Auslöser für eine Veränderung: Die Menschen werden immer älter und gleichzeitig gibt es immer weniger junge Menschen. Deshalb ist heutzutage nicht mehr die Behandlung bis zur Genesung das Ziel, sodass die Älteren sich anschließend häufig in Pflegeeinrichtungen wiederfinden, sondern die Wiederherstellung der Selbstständigkeit wird angestrebt! Die Senioren sollen im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können und dort ihr selbstbestimmtes Leben wie vor dem Unfall oder der Erkrankung aufnehmen.
Damit dies gelingen kann, werden in das Reha-Konzept mittlerweile die Lebensumstände der Patienten mit aufgenommen: Welche Gegebenheiten erwartet die Patienten, wenn sie wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren und wie können sie darauf vorbereitet werden? Was braucht es, damit die Patienten ihr vorheriges Leben wiederaufnehmen können? Durch die Beantwortung dieser Fragen wird festgestellt, wie das Leben nach der Reha-Behandlung ablaufen kann.
Damit die Rehabilitation – nicht nur bei älteren Menschen – erfolgsversprechend ist, müssen im Vorfeld folgende Aspekte geklärt werden:
- Die Reha-Bedürftigkeit (Was ist das derzeitige Defizit?)
- Das Reha-Ziel (Was will der Patient erreichen?)
- Die Reha-Prognose (Was kann erreicht werden, welche Ziele sind realistisch?)
Das Ziel der Teilhabe am Leben kann nur durch enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen umgesetzt werden. Somit ist auch der Informationsaustausch mit dem Hausarzt von größter Wichtigkeit, damit dieser im Anschluss an die Reha-Behandlung die nötigen Maßnahmen einleiten kann, sodass der Patient bei eventuell auftretenden Problemen nicht alleine dasteht.
Und wie geht es nach der Reha weiter? Kann der Patient wieder in die eigene Wohnung zurück? Oder müssen Maßnahmen ergriffen werden, damit die Wohnung barrierefrei gestaltet wird? Um diese Fragen zu klären, werden auf Wunsch die Wohnungen der Patienten aufgesucht. Es wird geklärt, welche Umbaumaßnahmen notwendig sind. Bei der Antragstellung erhalten die Patienten von Herrn Dr. Melzer Unterstützung.
Eine Kurzeitpflege ist nur die Ausnahme!

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Der Unfall alleine war nicht seine größte Herausforderung. Christian Wenkert muss sich mit vielen verschiedenen Umständen auseinandersetzen und sein Leben neu ausrichten. Doch heute weiß er: er ist wieder angekommen!

2008 ist Christian Wenkert in einen Autounfall verwickelt. Das Resultat: Wirbelfraktur. Doch folgende Reha-Behandlungen helfen nur mäßig, denn anscheinend führt eine fehlerhaft durchgeführte Operation zu Schwierigkeiten.

Nachdem Christian in einem anderen Krankenhaus jedoch noch einmal operiert wird, steht für ihn nur eines fest: Es ist schlimmer als vorher. Die Meinungen von Ärzten und Fachleuten gehen auseinander – Was wäre besser gewesen, wie hätte man anders handeln können? – alles nur Spekulationen, die im Nachhinein nicht weiterhelfen.

Auch in anderen Lebensbereichen fühlt sich Christian Wenkert hin und her gerissen zwischen verschiedenen Optionen und Anforderungen.
Der gelernte Ver- und Entsorger hat zwar das große Glück, einen engagierten Chef zu haben, der Kompromisse sucht, damit Christian seiner Arbeit weiter nachgehen kann, doch da er auf seinen Rollstuhl angewiesen ist, gibt es im Endeffekt keine andere Alternative als den Bürojob für ihn. Doch Christian macht seine Arbeit gut und hat Spaß daran.

Schwieriger gestaltet sich da der Umgang mit Versicherungen und Gerichten. Die „Nebenschauplätze“, die nicht Teil des eigentlichen Gesundungsprozesses sind, rauben viel Kraft.

Was Christian Halt gibt, ist sein Umfeld. Arbeit, Familie, Sport und die Therapien sorgen für einen geregelten Ablauf und Christian agiert ausgeglichen zwischen diesen essenziellen Wirkräumen. Dazu gehört auch seine Teilnahme bei den Dragon Wheelers. Das hilft ihm, einen positiven Blick auf sein Leben zu werfen: Er ist zufrieden!
„Ich kann mein Leben gestalten, wie ich es möchte“, zieht er sein Fazit. Dass dazu auch Kompromisse und Alternativen gehören, ist ihm bewusst.

Schlüsselwörter:
Neufindung, Ankommen, Alternativen, Chancen, Kompromisse, Zufriedenheit, Einstellung, Wirkräume, Unterstützung

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