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Auf geht-s-der Reha-Podcast! Neue Wege schaffen für Unfallopfer, Rechtsanwälte und Versicherungen im Personenschadenmanagement

Der "Auf geht's - der Reha-Podcast" richtet sich an (Verkehrs-)Unfallopfer und deren Angehörige, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Versicherungen die sich mit Personenschadenmanagement beschäftigen sowie an alle an sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation Interessierten. Ohne Fachsprache unterstützt der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige bei Ihrer Veränderung.


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Jörg war zu Besuch bei Frau Jeske von subvenio e.V. in Düsseldorf,

subvenio bedeutet „Zu Hilfe kommen“. Unfallopfer, also Menschen die unverschuldet zu Schaden gekommen sind, können bundesweit Hilfe durch subvenio e.V. erhalten.

„ Alle die, die für ein Unfallopfer im Verlauf wichtig werden können, gehören zu unserem Netzwerk.“, stellt Frau Jeske fest.

Zum bundesweiten Netzwerk von subvenio e.V. gehören Rechtsanwälte, Mediziner, Psychotraumatologen und andere Experten, die dem Geschädigten Hilfestellung geben können.

Hierzu gehören zum Beispiel kostenlose Erstgespräche mit angeschlossenen Fachanwälten.

Die Vermittlung psychologischer Betreuung, Hilfe bei der Kommunikation mit Polizei, Behörden, Krankenkassen und Versicherungen, ist die aktive Unfallopferhilfe von subvenio e.V..

subvenio e.V. finanziert sich ausschließlich über Mitgliederbeiträge, Spenden und Patenschaften. Patenschaften sind zum Beispiel finanzielle Unterstützungen bei Handy-, Internet-, Strom-, und Verbrauchsmaterialkosten. subvenio e.V. ist gemeinnützig und mildtätig anerkannt.

„Das juristische Kompetenznetzwerk von subvenio e.V. bietet angegliederten Fachanwälten die Möglichkeit sich fortzubilden, sich auszutauschen um den größtmöglichen Vorteil für den Betroffenen zu erzielen!“, erklärt Frau Jeske.

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In der heutigen Sendung ist Kathrin Billo wieder mit dabei. Zusammen mit ihrer Kollegin Susanne Sitterberg. Beide berichten über den Geo-Trainer des Instituts für Neurorehabilitation im Aphasie-Zentrum Vechta (Verlinkung: http://www.aphasie-zentrum.de/ ). Wie effektiv dieses technische Hilfsmittel tatsächlich ist, wird derzeit wissenschaftlich erforscht.

Das Institut für Neurorehabilitation führt unter anderem Therapieforschung durch. Wie hilfreich ist eine Therapie wirklich? Diese Frage soll anhand von Versuchs- und Kontrollgruppen geklärt werden. Derzeitiger Forschungsgegenstand ist der Gangroboter „Geo-Trainer“.
Der Geo-Trainer soll die Motorik der Patienten verbessern und somit zu einem sichereren Gangbild führen. Sowohl die Rumpfstabilität als auch die Belastbarkeit werden im Training verbessert. Dazu erfasst der Roboter alle Daten darüber, wie viele Schritte gemacht werden, wie die Belastung ist, wie lange man geht und weiteres.

Innerhalb der Studie wird die Wirksamkeit der Therapie im Vergleich zu konventionellen Therapien – also beispielsweise das Trainieren des Gehens am Handlauf im Gang – geprüft. Damit die Ergebnisse auch aussagekräftig sind, ist eine hohe Anzahl an Probanden wichtig. Derzeit nehmen Patienten aus der Intensiv-Therapie (max. pro Monat 15-20 Patienten) an der Datenerhebung teil, aber auch Patienten aus der Schlaganfallambulanz gehören zu den Testpersonen.

Wie funktioniert aber nun der Gangroboter?
Der Aufbau ermöglicht es, Menschen mit verschiedensten Mobilitätsgraden zu therapieren. Von Patienten mit geringer Stehfähigkeit bis zu jenen, die zwar bereits wieder zu Fuß unterwegs sind, hier jedoch noch immer Probleme aufweisen, ist alles vertreten. Sogar Menschen mit einer Paraplegie – einer vollständigen Querschnittslähmung – können hier Gehbewegungen durchführen und damit ihren Körper stärken. Mit Hilfe der Haltegurte ist es nicht nötig, dass die Patienten eigenständig stehen können.

Der Geo-Trainer kann die Patienten in ihren Bewegungsabläufen unterstützen. Es ist jedoch auch möglich, die aktive Funktion einzuschalten. Hierbei führt dann der Patient eigenständig die Bewegungen durch, übt Druck auf die Platten aus und steuert die Bewegung.
Nachhaltige Lernfortschritte werden jedoch weiterhin durch die therapeutische Fachkraft sichergestellt. Aufgrund der Begleitung kann zielgenau und dem jeweiligen Bedarf entsprechend trainiert werden. Für ein effektives Training sollte drei- bis fünfmal die Woche vier Wochen lang am Gangroboter geübt werden.
Der Geo-Trainer verbessert dabei nicht nur die körperlichen Fähigkeiten. Die Therapie zeigt zudem Auswirkungen auf sprachliche Kompetenzen, sodass auch die Logo- oder Ergotherapie vom Gangroboter profitieren. Da auch im Alltag Sprache und Bewegung oft zeitgleich stattfinden, bietet der Geo-Trainer eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten.

Die Kostenträger für die Behandlung sind je nach individueller Lage die Krankenversicherung, die Berufsgenossenschaft oder die Pflichtversicherungen. Um an der Therapie teilnehmen zu können, reicht es zunächst, beim Aphasie-Zentrum anzurufen und einen Termin zu vereinbaren. Hierbei werden alle Einzelheiten geklärt und der Geo-Trainer kann ausprobiert werden. Die Teilnahme an der Studie ist dabei nicht verpflichtend und in allen Fällen anonym!

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Eine Reha nach Unfällen ist eine übliche Behandlungsmethode um Schädigungen durch den Unfall entgegenzuwirken. Oft möchten Patienten ihre Behandlung fortsetzen, nachdem zum Beispiel die Verordnung des Unfallchirurgen oder des Orthopäden ausläuft und wissen aber nicht wie.

Hier kommt der Reha-Sport ins Spiel. Aber wie kommt man an eine Reha-Verordnung, wo kann man Reha-Sport betreiben, wer verordnet den Reha-Sport und wie kann man Reha-Sportvereine finden? Begonnen mit Diplomsport, arbeitet Andi Eker jetzt im Breitensportclub, der auch ein Reha-Sportverein ist und klärt all die offenen Fragen rund um den Reha-Sport. Im BSC ist der Reha-Sport seit 10 Jahren fixer Bestandteil und wird von 300-400 Reha-Sportlern genutzt. Begonnen hat alles mit einem Squash- beziehungsweise Badmintonclub, in Folge dessen dann der Breitensportclub gegründet wurde.

Der Reha-Sport kann von jedem beliebigen Arzt verschrieben. Die übliche Behandlungsdauer besteht aus 50 Einheiten zu je 45 Minuten. „Es ist eine Stunde, die systematisch aufgebaut ist, da sind verschiedene Patienten, es gibt Halswirbelprobleme, Brust- oder Lendenwirbelprobleme, mit Knie oder Hüfte, es sind gemischte Gruppen“, erklärt Andi Eker.

Begonnen wird mit einem Warmup, bei dem der Körper aufgewärmt wird, gefolgt von einem Hauptteil in dem die relevanten Muskelgruppen beansprucht werden und beendet wird mit einer Dehnungs- und Erholungsphase. Eine solche Gruppe umfasst 12-15 Personen und je einen Übungsleiter. Bezüglich des Mobilitätsgrades gibt es keine Einschränkungen. Ein oder zwei Mal pro Woche wird trainiert und das längstens 18 Monate.

Die Zielgruppe ist „in der Regel jeder, der Probleme und Beschwerden hat und Büroleute, Schreibtischtäter sozusagen, überwiegend. Meistens Leute mit Erkrankungen im orthopädischen Bereich.“ Sollte nach den verordneten Einheiten der Wunsch nach einer Fortführung des Trainings bestehen, so ist dies nach dem Erwerb einer Mitgliedschaft im BSC ohne weiteres möglich. Und genau darauf zielen auch die Krankenkassen ab, dass man das Training eigenverantwortlich und selbstständig weiterführt. Wer auf der Suche nach Reha-Sport-Anbietern in der Nähe ist, der kann dies entweder online machen oder aber die Empfehlungen an nächstgelegenen Reha-Sportvereinen der Krankenkasse auf dem Schreiben, das der Verordnung beigelegt ist, probieren.

Wer danach noch nicht genug von dem Thema hat dem empfiehlt Andi Eker den Kreuzkrimi „Viel Rücken, wenig Rat“ von Frederik Jötten.

Buchtipp: Viel Rücken. Wenig Rat: Wie ich der Ursache meiner Schmerzen auf die Spur kam. Ein Kreuz-Krimi

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„Zwischen Sorgenkind und Superkrüppel“, nein, das stammt nicht von Jörg oder rehamanagement-Oldenburg, sondern von Raul Krauthausen. Es ist etwas mehr als zwei Jahre her, als Jörg eine faszinierende Radiosendung mit Raul Krauthausen hörte.

Achim Bogdahn als Moderator fragte nach dem Gewicht von Raul Krauthausen und er fragte keck:“ Meinen Sie brutto oder netto?“ Die Irritation bei Achim Bogdahn war trotz Radiosendung spürbar.

Seitdem hat Jörg Raul Krauthausen verfolgt. Raul Krauthausen îst Thema in der heutigen Sendung von „Auf geht‘s - der Reha-Podcast!“, weil er zeigt, was möglich ist.

„Ich bin seit meiner Geburt behindert. Meinen Eltern verdanke ich, dass sie immer versucht haben, mich so “normal” wie möglich zu erziehen.“ schreibt Raul Krauthausen über sich selbst.

Und das lebt er auch vor. Raul Krauthausen ist Aktivist, wenn es um die Themen Inklusion und Teilhabe geht. Als das neue Bundesteilhabegesetz entsteht, protestierte Raul Krauthausen, organisierte Demonstrationen und machte auf Missstände in dem Gesetz deutlich. Und es hat sich zumindest ein bisschen was bewegen lassen. Auch das zeichnet Raul Krauthausen aus.

Mit seinem Buch „Dachdecker wollte ich eh nicht werden“ macht Raul Krauthausen Mut, dass trotz starker Beeinträchtigung viel möglich ist. Und das dann auch noch mit Witz und Charme. Besser kann man ein ernstes Thema nicht rüberbringen. Roger Willemsen hat ein tolles Vorwort dazu geschrieben.

Raul Krauthausen geht es darum, nicht herabgewürdigt zu werden. Wichtig ist ihm, dass er soweit wie möglich autonom, trotz Assistenz lebt. Und das kann mit viel Spaß am Leben verbunden sein.

Mit seiner Sendung „Krauthausen face to face“ vermittelt er als Moderator mit seinen Gästen, welche Lebenseinstellungen man trotz Beeinträchtigung gewinnen kann.

Wenn du Mut brauchst, dann beschäftige dich mit Raul Krauthausen. Weihnachten ist eine gute Möglichkeit sich selber mit dem Buch „Dachdecker wollte ich eh nicht werden“ selbst zu beschenken. Das Buch gibt es in verschiedenen Fassungen, auch als Hörbuch. Eine gute Möglichkeit, die besinnliche Zeit zwischen den Jahren mit neuen Inspirationen zu verbringen ;-).

Ach so, wenn du meinst, dass Raul Krauthausen nur seine Sendung macht und ein Buch schreibt.... weit gefehlt. Er ist engagiert bei „Sozialhelden“, „Leidmedien.de“ und „Wheelmap.org.

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Die gesetzliche Krankenkasse wollte die notwendige Verlegung aus den Niederlanden ins BG-Klinikum Hamburg erst einmal prüfen. Für den Betroffenen schlecht, da wertvolle Zeit zu verstreichen drohte.

Gemeinsam mit einem Arzt aus dem BG-Klinikum Hamburg und der Unterstützung der gegnerischen Haftpflichtversicherung konnte in 2 Tagen ein Hubschraubertransport organisiert und finanziert werden.

Und wie ging es dann weiter? Genau, die Fälle die Jörg in seinen Sendungen aufgreift gehen weiter. Das ist ja auch klar, denn das ist ja das Ziel des Reha-Managements, Menschen in besonderen Situationen bei Ihren neuen Zielen mit ihren neuen 100-Prozent zu unterstützen.

Und wie geht es für den Klienten von Jörg weiter? Er hat eine tolle Familie die ihn unterstützt und auffängt. Auch wenn es für alle nicht ganz einfach ist. Eine neue Wohnung muss gefunden werden, die richtigen Hilfsmittel müssen gefunden und besorgt werden und dann muss ja auch an die Mobilität gedacht werden. Dazu gehört nicht nur ein Rollstuhl, sondern auch eine Führerscheinnachprüfung.

Auch muss geklärt werden, welche Umbauten am neuen Fahrzeug notwendig sind. Welches Auto ist richtig und passt? Das sind alles sehr individuelle Fragen.

Toll ist, dass der Arbeitgeber signalisiert hat, den Klienten von Jörg übernehmen zu wollen. Zur Teilhabe am Arbeitsleben gehört auch den Arbeitgeber über mögliche Zuschüsse bei der Arbeitsplatzschaffung zu beraten.

Aber das sind zukünftige Aufgaben. Jetzt geht es erst einmal darum, den richtigen Wohnraum zu finden. Und das ist zurzeit nicht so ganz einfach. Auch hier kann die gegnerische Haftpflichtversicherung unkompliziert helfen. Kosten für den Einsatz eines Maklers werden zugesagt.

Über notwendige weitere Kosten, wie zum Beispiel eine Doppelmiete, müssen sich der zuständige Anwalt und die Versicherung noch austauschen. Denn eins ist klar, durch den unfallbedingten Umschwung im Leben von Jörgs Klienten entstehen auch Kosten, die auf dem Gebiet des Schadensersatzes geklärt werden müssen. Das ist die Aufgabe des Rechtsanwaltes.

Und eins ist auch klar: Es geht weiter, bis es für den Betroffenen trotz seiner neuen Lebenssituation passt.

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