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Auf geht-s-der Reha-Podcast! Neue Wege schaffen für Unfallopfer, Rechtsanwälte und Versicherungen im Personenschadenmanagement

Der "Auf geht's - der Reha-Podcast" richtet sich an (Verkehrs-)Unfallopfer und deren Angehörige, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Versicherungen die sich mit Personenschadenmanagement beschäftigen sowie an alle an sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation Interessierten. Ohne Fachsprache unterstützt der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige bei Ihrer Veränderung.


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„Behinderung ist eine Herausforderung“, sagt Wiebke Hendeß, Diplom-Biologin, Sexualberaterin, Peer-Counselorin und seit diesem Jahr auch Schauspielerin.
Mit dem Dokumentarfilm „Love & Sex & Rock’ n’ Rollstuhl“ zeigt sie zusammen mit den anderen Protagonisten, dass Sexualität bei Behinderungen genauso natürlich ist wie bei nicht-behinderten Menschen. Das Ziel des Films: Gesprächsstoff bieten und Hemmungen abbauen.

„Was möchte ich von mir zeigen?“ Das war eine der Fragen, die sich Wiebke gestellt hat, als sie sich entschloss, im Film „Love & Sex & Rock’ n’ Rollstuhl“ mitzuspielen. Dieser Film ist eine Dokumentation und erzählt von Liebe und Sexualität von behinderten Menschen. Der Film erzählt die Geschichten von vier verschiedenen Behinderten und ihre unterschiedlichen Umstände.

Alle vier suchen nach Liebe und Zärtlichkeit und beschließen daher, an einem Erotikworkshop teilzunehmen. Ebenfalls gibt der Film einige Einblicke in die Arbeit von Sexualbegleiter/innen, welche Wiebke Hendeß als Behinderten- und Sexualberaterin auch vermittelt.
Behinderte Menschen haben oftmals Probleme, ihre Sexualität aufgrund ihrer Behinderung auszuleben. Und genau darum geht es im Film, der bereits international Aufmerksamkeit und sogar mehrere Preise bekommen hat.

Wiebke Hendeß kennt sich als Sexualberaterin für behinderte Menschen mit diesen Problemen aus. Seit 2004 berät sie Behinderte in Sachen Sexualität, Erotik und Elternschaft.

Behinderte Menschen haben die Möglichkeit, den Service einer sog. „Sexualbegleitung“ anzunehmen. Diese ermöglicht es den Behinderten, gegen einen Preis ihre Sexualität einvernehmlich mit ihnen zu entdecken. Solche Erfahrungen können behinderte Menschen glücklich machen. Dabei verkauft die Sexualbegleitung keine sexuelle Dienstleistung an sich. Vielmehr steht das sexuelle Zusammensein im Vordergrund, welches vielen Behinderten fehlt. Dies kann den behinderten Personen auch helfen, feste Beziehungen mit anderen Menschen einzugehen.

Aber diese Art von Service wurde mit dem neuen Prostitutionsschutzgesetz erschwert. „Ich bin keine Zuhälterin“, sagt Wiebke Hendeß, welche als Sexualberaterin in Oldenburg solche Kontakte ermöglicht. Sie kennt auch einige der Sexualbegleiter persönlich und bietet auch Workshops und Vorträge zu diesem Thema an. Allerdings müssen sich diese Sexualbegleiter nach dem neuen Gesetz offiziell als „Prostituierte“ registrieren lassen. Mit diesem neuen Status würde diese Art von Arbeit stigmatisiert und könnte dazu führen, dass viele Menschen diesen Service aus Scham nicht annehmen. Auch könnten viele der Sexualbegleiter deswegen mit ihrer Arbeit aufhören. Dies ist insofern schwierig, da es ohnehin schon nicht viele der Sexualbegleiter gibt.

Die Dokumentation ist damit ein Schritt in die richtige Richtung, um die Natürlichkeit und Schönheit der Sexualität zu zeigen. Da die Vorstellungen im Kino derzeit weniger werden, lohnt sich eine Anfrage bei der Regisseurin Susanna Wustneck.

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Jörg Dommershausen berichtet in diesem Podcast von dem Zentrum für ambulante Rehabilitationen (ZAR) in Münster aus. Sein im Jahr 1959 geborener Patient hatte einen Motorradunfall, der ausschließlich von der orthopädischen Seite aus behandelt wurde. In seinem Alltag kämpfte er allerdings mit weiteren Problemen.

Im ZAR wurde daher eine medizinische Reha-Planung angestoßen, die unter anderem auch neuropsychologische Probleme berücksichtigt. Dieser Termin hat allen Beteiligten eine Menge Klarheit verschafft.

„Er wollte relativ schnell schon wieder nach Hause. Und dann kamen die ersten Probleme…“ berichtet Jörg Dommershausen über seinen 58-jährigen Klienten. Der Mann hatte zuvor in ganz Norddeutschland für ein großes Unternehmen gearbeitet.

Dann war bei einem Motorradunfall seine Wirbelsäule stark geschädigt worden. Von orthopädischer Seite aus wurde dies gut behandelt, der Mann wurde nach Hause geschickt. Als dort Probleme auftraten, nahm er erfolgreich an einer Reha-Maßnahme teil, die die Rentenversicherung bezahlte.

Der Mann war trotzdem noch immer nicht arbeitsfähig. Denn in seinem Job musste er viel Autofahren, Gespräche und Telefonate führen, am Computer arbeiten, und all dies oft gleichzeitig. Bereits im Erstgespräch erkennt Jörg Dommershausen, dass eine Rückkehr an den alten Arbeitsplatz derzeit nicht stattfinden kann; die geforderte Aufmerksamkeit kann derzeit nicht erbracht werden.

Wenn er mit seinen Freunden sprach, konnte er den Gesprächen oft nicht folgen. Er kam nicht mit, verstand nicht alle Worte, konnte sie sich nicht merken. Wenn seine Freunde durcheinandersprechen stellt dies bereits eine Überforderung für ihn dar. Genauso fand er oft seine eigenen Worte nicht und konnte sich nicht so gut Ausdrücken wie früher.
Der Mann gab zu, dadurch verhaltensauffällig geworden zu sein. „Er hat sich aus seinem sozialen Leben, seinem Freundeskreis, herausgezogen“, bestätigt Jörg Dommershausen. Die Einschränkungen erschweren den Zugang zurück in ein normales Leben erheblich.

Die neue, medizinische Reha-Planung aus dem ZAR begann auch erstmal mit den orthopädischen Aspekten seines Unfalls. Im Laufe der Untersuchungen, kamen jedoch noch weitere Probleme ans Licht. Seine private Unfallversicherung aus Münster übernahm die Kosten für eine neuropsychologische Untersuchung. Bei dieser wurden viele neuropsychologische Probleme aufgedeckt. Der Mann ist, zu großem Bedauern von Jörg Dommershausen, zur Zeit weder erwerbs- noch fahrtauglich. Aber Jörg Dommershausen stellt auch fest: „Wenn es auch für meinen Klienten heute schwierig war, so viele Hiobsbotschaften zu hören, ist Klarheit geschaffen worden, dass er doch eine ganze Menge hat, an dem wir arbeiten können.“
Sobald die endgültigen Berichte aus dem ZAR vorliegen, werden Anträge bei der Rentenversicherung gestellt. Es soll noch eine weitere Reha-Maßnahme beantragt werden, die ambulant oder stationär erfolgen kann. Bei Bedarf würde dem Betroffenen auch ein Neuropsychologe beiseitegestellt, um die Unfallfolgen entsprechend verarbeiten zu können.

Mit der Klarheit durch die Untersuchungen im ZaR kann nun die nächste Reha-Maßnahme mit Fokus auf die neurologischen Prozesse geplant werden. Das Ziel ist es, die Genesung des Klienten in allen Bereichen weitmöglichst voranzutreiben.

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Heute berichtet Manuela Malt von der Tätigkeit der Malt und Harms GmbH, dem Fachdienst für berufliche Integration.
Manuela Malt und Christiane Harms unterstützen mit Ihrem Team ihre Klienten im Bereich der beruflichen Orientierung und Integration. Dazu gehört auch die Perspektivklärung.

Fast 30 Jahre Erfahrung bringt Frau Malt in ihrer Arbeit mit. Die Malt und Harms GmbH unterstützt Rehabilitanden und Menschen mit Beeinträchtigungen aus dem Raum Norddeutschland im Auftrag der Renten-, Unfall- und Krankenversicherungen bei ihrer Beruflichen Rehabilitation

Die Beziehung zum Klienten stellt eine wichtige Grundlage für Manuela Malt und Christiane Harms Arbeit dar. Für die berufliche Orientierung gilt es, sowohl die Wünsche und Vorstellungen, aber auch Fähigkeiten des Klienten herauszuarbeiten. Hierfür ist ein Vertrauensverhältnis wichtig.

Im Zuge der beruflichen Wiedereingliederung muss zunächst die Situation der betreffenden Person erfasst werden, ehe geklärt werden kann, welche berufliche Perspektive sich bietet. Frau Malt und Frau Harms vermitteln mit ihrem Team ein Feedback zur körperlichen und mentatlen Verfassung des Klienten. Dies kann auch dazu führen, dass die Betroffenen ihre eigene Einschätzung anpassen müssen. Doch mit der passenden Beurteilung über die bestehenden Fähigkeiten entsteht eine realistische Perspektive für den weiteren beruflichen Werdegang.
Auch die Erkenntnis, dass es nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt klappt, ist wichtig und zielführend. Denn auch hierbei die Malt und Harms GmbH.

Die Stärkung der Persönlichkeit ist nicht nur für Vorstellungsgespräche und die Tätigkeiten innerhalb des Arbeitsplatzes nützlich, sondern auch im privaten Alltag zu positiven Ergebnissen.

Damit die berufliche Integration an einen passenden Arbeitsplatz auch Erfolg aufweist, begleitet und trainiert Manuela Malt mit ihren Klienten alle wichtigen Aspekte: Vom Lebenslauf über Bewerbungsschreiben bis hin zum Üben des Vorstellungsgesprächs wird die gesamte Vorbereitung abgedeckt.
Dies funktioniert vor allem auf Grund der vielfältigen Fachkompetenz im Team. Die verschiedenen Qualifikationen unterstützen die Klienten zielgenau an den Punkten, die für die Person wichtig sind.

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Die heutige Folge handelt von der ambulanten Rehabiltiation und wie Patienten eine hochwertige sowie wirkungsvolle ambulante Reha-Behandlung bekommen können. Der Begriff ambulante Rehabilitation bedeutet für den Patienten, er kann zu Hause wohnen bleiben und besucht täglich etwa vier bis sechs Stunden ein regionales Rehzentrum oder eine Rehaklinik mit Kassenzulassung. In den Reha-Einrichtungen behandeln Ärzte und Therapeuten mit allen notwendigen Maßnahmen, um Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und den Heilungsprozess wirksam zu unterstützen. Die Maßnahmen können unter anderem Massagen, Elektrotherapien, eine psychologische Behandlung, Entspannungsübungen und Krankengymnastik umfassen. Die Vorteile für den Patienten liegen darin, dass er sein gewohntes Umfeld nicht verlassen muss und trotzdem eine effiziente und umfassende Behandlung gewährleistet wird.

Ein aktueller Rehabilitationsfall aus seinem Berufsleben hat Jörg Dommershausen sehr nachdenklich gemacht: Ein junger Motorradfahrer verunglückt schwer. Nach dem Umfall muss er sich aufgrund der schweren Verletzungen an einem Bein und am Rücken mehreren Operationen unterziehen. Im Anschluss brauchte der junge Mann für mehrere Monate ein Fixateur extern am Bein. Dieses Gestell wird außen am Bein angebracht und dient vor allem dazu, nach komplizierten Brüchen den Knochen ruhig zu stellen. Mittlerweile konnte der Fixateur extern wieder entfernt werden. Im Verlaufe des Genesungsprozesses waren intensive therapeutische Maßnahmen notwendig, für welche die gesetzliche Krankenkasse aufkommen musste. Eine Haftpflichtversicherung oder ähnliches kam als Träger der Kosten nicht in Frage. Daher musste die gesetzliche Krankenkasse die Therapien verordnen und umsetzen. „Und da kommen wir zum Problem“ merkt Jan Dommershausen an. Der junge Student benötigt für die Rehabilitation viermal pro Woche Krankengymnastik und eine MTT, eine medizinische Trainingstherapie. In dieser Trainingstherapie wird die körperliche Leistungsfähigkeit wiederhergestellt. Dies umfasst die Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit.

Nun verweigerte der behandelnde Arzt im September dieses Jahres eine Fortsetzung der Reha-Maßnahmen, obwohl insbesondere die Krankengymnastik dringend notwendig ist, damit der junge Patient wieder aktiv am Leben teilhaben kann. Auf Anraten von Herr Dommershausen hat der Student einen Antrag bei der Krankenkasse eingereicht, damit er die benötigte Krankengymnastik außerhalb des Regelfalles bekommen und fortsetzen kann. Eine endgültige Entscheidung seitens der gesetzlichen Krankenkasse steht noch aus. Viele Patienten suchen in diesem Zusammenhang die Schuld bei der Krankenkasse. Doch das ist nicht immer der Fall. Auch der behandelnde Arzt kann dafür verantwortlich sein. In diesem Fall liegt der Hintergrund wahrscheinlich darin, dass das Arztbudget für gesetzlich Versicherte bereits im September ausgeschöpft ist. Demnach verordnete er keine weiteren Stunden Krankengymnastik. Die Berufsauffassung des Arztes ist bei solchen Fällen mehr als fragwürdig.

Weitere Informationen zum Thema Rehabilitation finden Sie unter: http://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/online-ratgeber-krankenversicherung/medizinische-versorgung-und-leistungen-der-krankenversicherung/vorsorge-und-rehabilitation.html

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Nach einem Unfall gibt es viele Veränderungen im eigenen Leben. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass man vieles nicht mehr so selbstständig schafft wie zuvor. Um nun die benötigten Leistungen zu bekommen, die einem zustehen, dafür ist Simone Lippold da. Mit ihrem Sachverständigenbüro Care-Expert in Hannover hilft sie ihren Klienten, im Paragraphendschungel der Rechte und Versicherungen den Durchblick zu bekommen.

Als Sachverständige wird sie dabei von Haftpflichtversicherungen, der Berufsgenossenschaft oder auch Anwälten und Richtern beauftragt, Gutachten zu erstellen. Hierbei stellt sie beispielsweise fest, welcher Mehraufwand seit dem Unfall auf den Menschen zukommt oder woher die bestehenden Einschränkungen eigentlich kommen. Schlussendlich verhilft Simone Lippold mit ihrer Arbeit den Betroffenen und Angehörige zu mehr Selbstbestimmtheit!

Aufgrund ihrer beruflichen Laufbahn weiß Simone Lippold ganz genau, womit sie es zu tun hat und auf was sie achten muss. Die gelernte Krankenschwester schaut bei ihren Begutachtungen hinter die Fassade der Betroffenen. Einige verbergen ihren Bedarf aus Scham, weil das selbstständige Leben nicht mehr wie gewohnt stattfindet.

„Zeigen Sie mir mal, wie Sie das machen?“ Diese Frage begleitet Simone Lippold bei all ihren Aufträgen. Damit erhält sie ein umfassenderes und oftmals echteres Bild von der Situation.

Bei standardisierten Tests, also Fragebögen, die am Schreibtisch entwickelt auf jeden Menschen angewendet werden, ungeachtet der individuellen Lage, kommt es oftmals zu Fehlern. Hinzu kommt die Tatsache, dass für viele Gutachter der zeitliche Rahmen viel zu eng vorgegeben wird. So kommt es auch zu schwerwiegenden Fehlkommunikationen zwischen allen Beteiligten. „Ein Defizit im System“, benennt es Jörg Dommershausen. Simone Lippold hat mit ihrem Sachverständigenbüro die Chance, dieses Defizit zu umgehen und Fehler aufzudecken. So können die Betroffenen die benötigte Unterstützung erhalten.

Auf Grundlage der erstellten Begutachtung organisiert Simone Lippold auch die pflegerische Versorgung ihrer Klienten. Hierbei können die Familienmitglieder ganz individuell in das System mit einbezogen werden. Entscheidend ist hierbei auch die Auseinandersetzung mit dem Steuerbüro. Somit werden die Familienmitglieder für ihre Pflege angestellt und die entsprechenden Sozialversicherungen werden gezahlt. Auch Arbeitszeiten und Urlaubstage werden ganz genau geplant, sodass die Pflege zu keiner Belastung wird. Je nach Lage wird die Zusammenarbeit mit Assistenz- und Pflegedienstleistern organisiert.

Somit rückt die Selbstbestimmung der Betroffenen wieder in den Mittelpunkt!

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