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Auf geht-s-der Reha-Podcast! Neue Wege schaffen für Unfallopfer, Rechtsanwälte und Versicherungen im Personenschadenmanagement

Der "Auf geht's - der Reha-Podcast" richtet sich an (Verkehrs-)Unfallopfer und deren Angehörige, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Versicherungen die sich mit Personenschadenmanagement beschäftigen sowie an alle an sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation Interessierten. Ohne Fachsprache unterstützt der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige bei Ihrer Veränderung.


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„Jeder Tag hat neue einhundert Prozent!“ sagt Kathrin. Leichter gesagt als getan? Jörg stellt sich jeden Morgen die Frage: „Was kann ich heute Morgen Tolles neu für den Tag planen?“ Auch leichter gesagt als getan? Aus der Praxis berichten Kathrin und Jörg, wie Verkehrsunfallopfer ihr Denken verändert haben und ihre Ziele erreichen.

100% - das ist das Ganze, einfach alles. Aber niemand hat gesagt, dass Deine ganz persönlichen einhundert Prozent immer gleich sein müssen.

„Wie Du damit umgehst, was Du hast, ist wichtiger als das, was Du hast“

Nach einem Unfall tendiert man dazu, das, was man vorher hatte, sein altes Leben – Privates, Beruf, Körperliches – als seine lebenslänglichen einhundert Prozent anzusehen, die man nun aufgrund der Unfallfolgen nicht mehr erreichen kann. Doch das ist der falsche Ansatz. Jeden Tag setzen sich Deine einhundert Prozent neu zusammen, aus dem, was Du bist und leisten kannst. Das heißt nicht, sich zurückzulehnen und keinen Ehrgeiz mehr zu zeigen, weiterzukommen oder Neues zu schaffen. Vielmehr hat man damit jeden Tag von neuem die Chance, das Beste aus allem zu machen – mit den eigenen einhundert Prozent!

So gestaltet sich Ihr eigenes Gesamtbild oder Lebensbild. Wichtig ist dabei, sich nicht von den Werten anderer beeinflussen zu lassen. Nur Sie selbst entscheiden, was für Sie passt und was nicht!

Hat man seine neuen einhundert Prozent erkannt und auch anerkannt, kann man sich täglich neu auf seine Ziele und Träume konzentrieren. Dazu gehört auch einzusehen, dass die neuen einhundert Prozent einen Lebenstraum vielleicht nicht mehr möglich machen. Aber es gibt Alternativen!

Wie es sich anfühlt, wenn von außen die eigenen Fähigkeiten falsch eingeschätzt werden und man selbst nicht in der Lage ist, seine eigenen hundert Prozent zu zeigen, erfährt man im Buchtipp dieser Sendung. Martin Pistorius: „Als ich unsichtbar war: Die Welt aus der Sicht eines Jungen, der 11 Jahre als hirntot galt"

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Dagmar Köller hat sich Zeit ihres Lebens mit dem Wohlergehen anderer beschäftigt. Seit 12 Jahren tut sie dies nun im Neurologischen Reha Zentrum Friedehorst (NRZ).

Begonnen hat alles mit ihrem Studium der Diplompädagogik, wo sie sich vor allem in der Erwachsenenbildung vertieft hat. Sie hat versucht zu verstehen wie Erwachsene lernen und was sie lernen wollen. Während ihres Studiums, hat sie dann die Arbeit in einem Frauenhaus begonnen und hat später eine Beratungsstelle für Missbrauch geleitet. In dieser Periode ihres Lebens wurde sie vor allem mit misshandelten Frauen und Kindern konfrontiert. Nach 14 Jahren in diesem Bereich, Heirat und der Geburt ihrer Kinder, hat sie sich entschlossen, dass sie mit dem Thema Gewalt abschließen möchte.

Im Zuge dieser Entscheidung, hat sie eine Hebammenausbildung begonnen und hatte dann kurz vor Abschluss selbst einen Unfall, der sie ein Jahr an Genesung in einer ambulanten Reha gekostet hat. Sie selbst sagt: „Das Leben ist für mich wie ein roter Faden, man muss ihn bloßen sehen und erkennen können und immer wieder aufgreifen können und dazu braucht man sicherlich Hilfe an der einen oder anderen Stelle um überhaupt den roten Faden wieder zu finden oder überhaupt zu sehen.“ Und so war für sie klar, als sie damals von der Stelle im NRZ gehört hat, dass das ihr Weg ist, nachdem sie nicht mehr als Hebamme arbeiten konnte. „Hier kommen die Menschen das zweite Mal ins Leben, sei es im Wachkoma, dass sie wirklich wieder aufwachen und ins Leben kommen oder sei es, dass sie im Leben sind, sich ihr Leben aber so weit verändert hat, dass das Leben einfach von jetzt auf gleich komplett neu ist“, schildert sie ihre Motivation im NRZ zu arbeiten.

Begonnen hat alles mit Kindern und Jugendlichen, heute werden Patienten vom Kinderalter bis ins hohe Alter behandelt. Gerade bei Patienten im Kindesalter ist es oft auch wichtig, Eltern mit in die Behandlung einzubeziehen. Das kann oft auch bedeuten, den Eltern die Chance zu geben, etwas Zeit für sich zu haben: „Das kann sein, dass ich sie die ersten Male einfach einmal pro Woche zu einem Kaffee abhole, das sind 10 Minuten, und aus den 10 Minuten wird mehr und die Mutter kann sich lösen.“ Mit dem rein durch Spenden finanzierten Elternhaus, das sich auf dem Gelände des NRZ befindet, schafft sie Raum für Kinder und Eltern, eine Gemeinschaft zu fördern.

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Jörg war zu Besuch bei Frau Jeske von subvenio e.V. in Düsseldorf,

subvenio bedeutet „Zu Hilfe kommen“. Unfallopfer, also Menschen die unverschuldet zu Schaden gekommen sind, können bundesweit Hilfe durch subvenio e.V. erhalten.

„ Alle die, die für ein Unfallopfer im Verlauf wichtig werden können, gehören zu unserem Netzwerk.“, stellt Frau Jeske fest.

Zum bundesweiten Netzwerk von subvenio e.V. gehören Rechtsanwälte, Mediziner, Psychotraumatologen und andere Experten, die dem Geschädigten Hilfestellung geben können.

Hierzu gehören zum Beispiel kostenlose Erstgespräche mit angeschlossenen Fachanwälten.

Die Vermittlung psychologischer Betreuung, Hilfe bei der Kommunikation mit Polizei, Behörden, Krankenkassen und Versicherungen, ist die aktive Unfallopferhilfe von subvenio e.V..

subvenio e.V. finanziert sich ausschließlich über Mitgliederbeiträge, Spenden und Patenschaften. Patenschaften sind zum Beispiel finanzielle Unterstützungen bei Handy-, Internet-, Strom-, und Verbrauchsmaterialkosten. subvenio e.V. ist gemeinnützig und mildtätig anerkannt.

„Das juristische Kompetenznetzwerk von subvenio e.V. bietet angegliederten Fachanwälten die Möglichkeit sich fortzubilden, sich auszutauschen um den größtmöglichen Vorteil für den Betroffenen zu erzielen!“, erklärt Frau Jeske.

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In der heutigen Sendung ist Kathrin Billo wieder mit dabei. Zusammen mit ihrer Kollegin Susanne Sitterberg. Beide berichten über den Geo-Trainer des Instituts für Neurorehabilitation im Aphasie-Zentrum Vechta (Verlinkung: http://www.aphasie-zentrum.de/ ). Wie effektiv dieses technische Hilfsmittel tatsächlich ist, wird derzeit wissenschaftlich erforscht.

Das Institut für Neurorehabilitation führt unter anderem Therapieforschung durch. Wie hilfreich ist eine Therapie wirklich? Diese Frage soll anhand von Versuchs- und Kontrollgruppen geklärt werden. Derzeitiger Forschungsgegenstand ist der Gangroboter „Geo-Trainer“.
Der Geo-Trainer soll die Motorik der Patienten verbessern und somit zu einem sichereren Gangbild führen. Sowohl die Rumpfstabilität als auch die Belastbarkeit werden im Training verbessert. Dazu erfasst der Roboter alle Daten darüber, wie viele Schritte gemacht werden, wie die Belastung ist, wie lange man geht und weiteres.

Innerhalb der Studie wird die Wirksamkeit der Therapie im Vergleich zu konventionellen Therapien – also beispielsweise das Trainieren des Gehens am Handlauf im Gang – geprüft. Damit die Ergebnisse auch aussagekräftig sind, ist eine hohe Anzahl an Probanden wichtig. Derzeit nehmen Patienten aus der Intensiv-Therapie (max. pro Monat 15-20 Patienten) an der Datenerhebung teil, aber auch Patienten aus der Schlaganfallambulanz gehören zu den Testpersonen.

Wie funktioniert aber nun der Gangroboter?
Der Aufbau ermöglicht es, Menschen mit verschiedensten Mobilitätsgraden zu therapieren. Von Patienten mit geringer Stehfähigkeit bis zu jenen, die zwar bereits wieder zu Fuß unterwegs sind, hier jedoch noch immer Probleme aufweisen, ist alles vertreten. Sogar Menschen mit einer Paraplegie – einer vollständigen Querschnittslähmung – können hier Gehbewegungen durchführen und damit ihren Körper stärken. Mit Hilfe der Haltegurte ist es nicht nötig, dass die Patienten eigenständig stehen können.

Der Geo-Trainer kann die Patienten in ihren Bewegungsabläufen unterstützen. Es ist jedoch auch möglich, die aktive Funktion einzuschalten. Hierbei führt dann der Patient eigenständig die Bewegungen durch, übt Druck auf die Platten aus und steuert die Bewegung.
Nachhaltige Lernfortschritte werden jedoch weiterhin durch die therapeutische Fachkraft sichergestellt. Aufgrund der Begleitung kann zielgenau und dem jeweiligen Bedarf entsprechend trainiert werden. Für ein effektives Training sollte drei- bis fünfmal die Woche vier Wochen lang am Gangroboter geübt werden.
Der Geo-Trainer verbessert dabei nicht nur die körperlichen Fähigkeiten. Die Therapie zeigt zudem Auswirkungen auf sprachliche Kompetenzen, sodass auch die Logo- oder Ergotherapie vom Gangroboter profitieren. Da auch im Alltag Sprache und Bewegung oft zeitgleich stattfinden, bietet der Geo-Trainer eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten.

Die Kostenträger für die Behandlung sind je nach individueller Lage die Krankenversicherung, die Berufsgenossenschaft oder die Pflichtversicherungen. Um an der Therapie teilnehmen zu können, reicht es zunächst, beim Aphasie-Zentrum anzurufen und einen Termin zu vereinbaren. Hierbei werden alle Einzelheiten geklärt und der Geo-Trainer kann ausprobiert werden. Die Teilnahme an der Studie ist dabei nicht verpflichtend und in allen Fällen anonym!

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Eine Reha nach Unfällen ist eine übliche Behandlungsmethode um Schädigungen durch den Unfall entgegenzuwirken. Oft möchten Patienten ihre Behandlung fortsetzen, nachdem zum Beispiel die Verordnung des Unfallchirurgen oder des Orthopäden ausläuft und wissen aber nicht wie.

Hier kommt der Reha-Sport ins Spiel. Aber wie kommt man an eine Reha-Verordnung, wo kann man Reha-Sport betreiben, wer verordnet den Reha-Sport und wie kann man Reha-Sportvereine finden? Begonnen mit Diplomsport, arbeitet Andi Eker jetzt im Breitensportclub, der auch ein Reha-Sportverein ist und klärt all die offenen Fragen rund um den Reha-Sport. Im BSC ist der Reha-Sport seit 10 Jahren fixer Bestandteil und wird von 300-400 Reha-Sportlern genutzt. Begonnen hat alles mit einem Squash- beziehungsweise Badmintonclub, in Folge dessen dann der Breitensportclub gegründet wurde.

Der Reha-Sport kann von jedem beliebigen Arzt verschrieben. Die übliche Behandlungsdauer besteht aus 50 Einheiten zu je 45 Minuten. „Es ist eine Stunde, die systematisch aufgebaut ist, da sind verschiedene Patienten, es gibt Halswirbelprobleme, Brust- oder Lendenwirbelprobleme, mit Knie oder Hüfte, es sind gemischte Gruppen“, erklärt Andi Eker.

Begonnen wird mit einem Warmup, bei dem der Körper aufgewärmt wird, gefolgt von einem Hauptteil in dem die relevanten Muskelgruppen beansprucht werden und beendet wird mit einer Dehnungs- und Erholungsphase. Eine solche Gruppe umfasst 12-15 Personen und je einen Übungsleiter. Bezüglich des Mobilitätsgrades gibt es keine Einschränkungen. Ein oder zwei Mal pro Woche wird trainiert und das längstens 18 Monate.

Die Zielgruppe ist „in der Regel jeder, der Probleme und Beschwerden hat und Büroleute, Schreibtischtäter sozusagen, überwiegend. Meistens Leute mit Erkrankungen im orthopädischen Bereich.“ Sollte nach den verordneten Einheiten der Wunsch nach einer Fortführung des Trainings bestehen, so ist dies nach dem Erwerb einer Mitgliedschaft im BSC ohne weiteres möglich. Und genau darauf zielen auch die Krankenkassen ab, dass man das Training eigenverantwortlich und selbstständig weiterführt. Wer auf der Suche nach Reha-Sport-Anbietern in der Nähe ist, der kann dies entweder online machen oder aber die Empfehlungen an nächstgelegenen Reha-Sportvereinen der Krankenkasse auf dem Schreiben, das der Verordnung beigelegt ist, probieren.

Wer danach noch nicht genug von dem Thema hat dem empfiehlt Andi Eker den Kreuzkrimi „Viel Rücken, wenig Rat“ von Frederik Jötten.

Buchtipp: Viel Rücken. Wenig Rat: Wie ich der Ursache meiner Schmerzen auf die Spur kam. Ein Kreuz-Krimi

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